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Fremdenverkehrsverein räumt im Bürgerpark auf / Nach Sturmschäden wird wieder aufgeforstet

Doppelter Arbeitseinsatz für Vorsitzenden

Rodenberg (bab). Ein trostloses Bild bietet sich den Spaziergängern, die das schöne Wetter derzeit im Bürgerpark genießen wollen. Der Orkan "Kyrill" hatte im Januar mindestens 50 Bäume, hauptsächlich Fichten, umgeworfen. Der Fremdenverkehrsverein, der sich nicht nur um seinen eigenen, sondern auch um den städtischen Teil des Parks kümmert, ist noch heute dabei, die Schäden nach und nach zu beseitigen. Vorsitzender Friedrich Hardekopf muss dort in diesem Jahr seine Arbeitsstunden verdoppeln.

Kahlschlag auf ganzer Linie. Friedrich Hardekopf zeigt die Schne

"Ich arbeite jedes Jahr mehr als 100 Stunden hier, dieses Jahr werden es wohl 200", schätzt Hardekopf. Das arbeitsreiche Jahr ist ausgerechnet das, in dem der Bürgerpark 100 Jahre alt wird. Doch so eine Katastrophe wie "Kyrill" sie im Januar angerichtet hat, soll so schnell nicht wieder passieren. Hardekopf wird die übrigen Fichten, die im Nordosten noch stehen, abholzen lassen und dann den gesamten Bürgerpark als Mischwald anlegen. "Willst du einen Wald vernichten, pflanze Fichten, Fichten, Fichten", erträgt es Hardekopf mit schwarzem Humor. Gegenüber der Stelle, wo der Orkan den Kahlschlag verursacht hat, hatte der Fremdenverkehrsverein bereits Buchen angepflanzt. Das Sturmholz wird verkauft. Mit dem Geld finanziert der Verein die Aufforstung, wie Hardekopf erklärt. Pro Jahr pflanzt der Verein 20 bis 40 Bäume. "Wo Platz ist wird aufgeforstet", sagt der Vorsitzende. Buchen, Eschen und Ahorn werden vorwiegend gewählt. Die meiste Arbeit muss vom Verein selbst erledigt werden. "Wir haben nicht das Geld jede Arbeit zu vergeben", sagt Hardekopf. Der Fremdenverkehrsverein besitzt neun Morgen Land im Bürgerpark. 1999 hatte er zudem ein Waldklassenzimmer angelegt, das bei schönem Wetter gerne genutzt wird. Auch eine Wiese mit Obstbäumen hat der Verein dazu gekauft. Im unteren Teil des Parks ist zudem ein neuer Geräteschuppen zu bewundern. Zwei neue Bänke will der Verein noch an der Windmühle aufstellen, die oberhalb des Parks liegt. Eine weitere Bank soll nach Algesdorf kommen.

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