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Feierliche Taufe an der Doktorsee-Station / Tag der offenen Tür als Rahmen

DLRG-"Möwe" verabschiedet sich - neues Rettungsboot heißt "Karl Höhle"

Rinteln (who). Die Lebensretter von der DLRG-Ortsgruppe Rolfshagen am Doktorsee haben am Sonnabend ihr neues Rettungsboot getauft. "Für uns war von Anfang an klar, es muss ?Karl Höhle' heißen", erklärte der Vorsitzende Joachim Reese vor dem feierlichen Akt - eine posthume Ehrung des langjährigen Ortsgruppen-Vorsitzenden Karl Höhle. Ein Tag der offenen Tür auf der DLRG-Halbinsel rund um das Wachhaus gab den passenden Rahmen für die Namensgebung ab. Gelegenheit also, die Männer und Frauen der "Doktorsee-Baywatch" näher kennen zu lernen.

Im Mittelpunkt, zumindest symbolisch, stand das neue Boot, das schon beim Anlegesteg zu Wasser gelassen war. Seit dem Herbst hatten es die Helfer der Rolfshäger Ortsgruppe mit der technischen Ausrüstung bestückt. Was jetzt noch fehlt, ist die Brücke für die Signalanlage. Die Stadt Rinteln, der DLRG-Bezirk Weserbergland und die Sparkasse Schaumburg als Hauptsponsoren hatten den größten Teil der Anschaffungskosten für das Boot übernommen, das die 19 Jahre alte "Möwe" ersetzen soll. "Die war bereits abgängig", erklärte Pressewart Dirk Held. Helga Höhle, die Witwe des Namensgebers, taufte das Boot mit einem gehörigen Schuss Sekt. Trotzdem blieb noch so viel in der Flasche, dass sich die Täuferin und ihre Begleiter auf dem Steg anschließend auch einen kleinen Schluck genehmigen konnten. Zur Historie: Karl Höhle ist 16 Jahre lang Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Rolfshagen gewesen. Die Lebensretter aus dem Auetal waren eine der ersten Gruppen, die sich Anfang der sechziger Jahre im gerade erst geschaffenen "Erholungsgebiet Doktorsee" niederließen. In den Jahren 1966 und 1967 hatte Höhle maßgeblichfür den Aufbau der Rettungsstation gearbeitet, nachdem die Helfer zunächst eine provisorische Unterkunft in Zelten gefunden hatten. Die heutige Station ist allerdings ein Neubau, nachdem das Vorgängergebäude 1987 einem Brand zum Opfer gefallen war. Die Rolfshäger DLRG-Ortsgruppe ist sozusagen mit dem Erholungsgebiet am Doktorsee groß geworden. 1958 wurde sie in einiger Entfernung vom Wasser auf dem Trockenen gegründet. Heute hat sie um die 400 Mitglieder. Und seit über 40 Jahren versehen die Retter in jeder Saison ihren Dienst am Wasser. Von Himmelfahrt bis Mitte September ist die Wache mit durchschnittlich sechs Leuten besetzt, die auch im Haus übernachten können. Mit der "Karl Höhle" liegen an der DLRG-Halbinsel jetzt wieder drei Boote zum Einsatz bereit. "Dafür stehen uns zurzeit 18 Bootsführer zur Verfügung", erklärt der Vorsitzende Joachim Reese. Seit dem vergangenen Jahr seien vier neue Steuerleute dazu gekommen.

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