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Dioxinfleisch in Schaumburg?

Landkreis (ssr). Der Skandal um dioxinbelastetes Schweinefleisch aus Irland hat möglicherweise auch den Landkreis Schaumburg erreicht. Wie die Kreisverwaltung dazu gestern auf Anfrage bestätigte, stehen zwei Fleischprodukte verkaufende Betriebe in Schaumburg mit einem Großlieferanten in Nordrhein-Westfalen "in Handelsbeziehung", der unter anderem auch irisches Schweinefleisch verkauft. Dieses war der Kreisverwaltung gestern vom niedersächsischen Landwirtschaftsministerium mitgeteilt worden.

Nach Angaben von Kreispressesprecher Klaus Heimann sind die beiden Schaumburger Betriebe von diesem Großlieferanten in der jüngeren Vergangenheit auch beliefert worden. "Ob bei diesen Lieferungen auch belastetes Fleisch aus Irland dabei war, ist allerdings zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch völlig unklar", fügte der Pressesprecher hinzu. In einem der beiden Betriebe habe das kreiseigene Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen nach den Worten von dessen Leiter Wilhelm Brase vorsorglich eine bestimmte Menge an Salami beschlagnahmt. Voraussichtlich werde es etwa vier Tage dauern, ehe man Klarheit habe, fügte der Amtsleiter hinzu. Den Namen der beiden Betriebe nannte die Behörde nicht, da es sich noch um einen völlig ungeklärten Sachverhalt handele. Noch sei ganz offen, ob Waren aus dem Verkehr gezogen werden müssten. Heimann verwies in diesem Zusammenhang auf Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung. Demnach besteht für Verbraucher keine akute Gefahr. Gesundheitliche Beeinträchtigungen seien erst bei längerem verzehr von Produkten mit hohem Dioxingehalt nicht auszuschließen. Ursache des Skandals könnte einem Zeitungsbericht zufolge verseuchte Tiernahrung sein: Offenbarsind Ölabfälle aus nordirischen Transformatoren ins Futter gelangt. Kontakt: Für Anfragen in dieser Sache steht das hiesige Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen jederzeit zur Verfügung unter der Telefonnummer (0 57 22) 96 68-0.

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