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Weihnachtlicher Exportschlager aus Pollhagen / Wilhelm Daseler bleibt seinem Hobby treu

Diese Krippen können sogar vererbt werden

Pollhagen (jed). Weihnachtskrippen aus Pollhagen werden bald wieder in vielen Wohnzimmern stehen und für die richtige Festtagsstimmung sorgen. Rund 350 große und kleine Exemplare haben in den letzten zehn Jahren die Werkstatt von Wilhelm Daseler verlassen.

Wilhelm Daseler hält immer ein breites Sortiment an schönen Weih

Die Krippen, so weiß der 71 Jahre alte Rentner zu berichten, haben nicht nur in Pollhagen und Umgebung, sondern auch im fernen Düsseldorf, Frankfurt, Leer, Emden, Hamburg und Berlin ihren Platz gefunden. Sogar die Bayern, darauf ist der Pollhäger Krippenbauer ganz besonders stolz, haben mittlerweile einige Krippenaus dem hohen Norden "made in Pollhagen" importiert. Die Geburtsstunde des schönen Hobbys liegt mittlerweile schon zwölf Jahre zurück. Damals wollte Wilhelm Daseler seinen beiden Enkelkindern den Wunsch nach einer Weihnachtskrippe erfüllen, konnte sich aber mit dem Angebot in den einschlägigen Geschäften partout nicht anfreunden. Also bleib nur noch die Alternative "Marke Eigenbau". Noch im Kaufhaus, so erinnert sich Daseler im Gespräch mit unserer Zeitung, habe er damals zu Bleistift und Papier gegriffen, um sich Skizzen für den Bau zu machen. Im Laufe der Jahre haben sich daraus drei Grundformen entwickelt, die sich vor allem im Dachbereich voneinander unterscheiden. Jedes dieser Modelle gibt es in verschiedenen Größen und je nach Wunsch mal mit und mal ohne Stall. Die größte Krippe, eine Spezialanfertigung, war gut einen Meter hoch und beachtliche 175 Zentimeter breit. Daseler arbeitet nicht nur auf Anfrage, sondern hat für interessierte Kunden immer Krippen in verschiedenen Größen und Variationen vorrätig. Für den Bau werden Holzplatten aus dem Handel sowie Pappel- und Akazienborke aus dem Schaumburger Wald verwendet. Wo diese Borke zu finden ist, weiß Daseler als ehemaliger Mitarbeiter der einstigen Pollhäger Revierförsterei ganz genau. Nahezu alle Borkenstücke sind verwendbar, müssen allerdings erst ein Jahr an der Luft trocknen, ehe sie an den Krippen ihren Platz finden. Das Moos für den Stallboden muss im Herbst beschafft werden. Dann hat es den schönsten Glanz und ist bei richtiger Verarbeitung viele Jahre haltbar. Zum Schluss wird gewachst, was das Holz dunkler macht und die Maserung besser zur Geltung kommen lässt. Alles wird in Handarbeit gefertigt, nur die Beleuchtung und die aus Israel stammenden Figuren werden hinzugekauft. Reklamationen hat es bisher noch nicht gegeben. "Die Krippen halten ewig, die können sogar vererbt werden", schmunzelt Daseler.

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