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Vor Gericht: Arbeitslose Rintelner klauen Kartons, ohne den Inhalt zu kennen / Zehnmonatige Bewährungsstrafen

Diebes-Trio räumt Palette mit Gartengeräten leer

Rinteln (maf). Mehr als zwei Jahre nach dem Einbruch in einen Baumarkt und einem versuchten Autoaufbruch sind zwei arbeitslose Rintelner zu zehnmonatigen Bewährungsstrafen verurteilt worden. Darüber hinaus müssen die 23 und 25 Jahre alten Männer je 160 Stunden gemeinnützig arbeiten. Gegen einen dritten Angeklagten, der nur an dem Einbruch mitgewirkt hatte, verhängte Richter Christian Rost unter Anwendung von Jugendstrafrecht eine Geldbuße. Der Soldat muss nun 900 Euro an "Amnesty International" überweisen.

Nachdem die drei Angeklagten eine Kiste Bier und auch noch Sangria getrunken hatten, gingen die Männer im April 2005 zu dem Geschäft in der Nordstadt. Über einen Zaun gelangten sie auf das Gelände und sahen dort eine Palette mit mehreren Kartons. Ohne zu wissen, was sich darin befand, reichten sie einige Kartons umständlich über den Zaun. Für den Abtransport des Diebesgutes nahmen die Täter gleich noch drei Sackkarren der Firma mit. Weil das so gut geklappt hatte, kehrte das Trio zwei weitere Male zum Baumarkt zurück und räumte die Palette leer. Insgesamt erbeuteten die Männer Waren im Gesamtwert von 1100 Euro, vor allem eine Vielzahl von Gartengeräten. Im Mai 2005 waren die arbeitslosen Rintelner in der Danziger Straße unterwegs. Diesmal wollten sie mit einem Schraubenzieher einen VW Golf aufknacken, um die Lautsprecherboxen zu entwenden. Allerdings wurden sie durch das Auftauchen von Passanten gestört und mussten ihren Plan aufgeben.

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