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Stadtkirchenpastor im Ruhestand / 36 Jahre als Pastor tätig gewesen

DieÄra von Pastor Ingo Röder ist nun formell und endgültig zu Ende

Bückeburg (jp). Mit dem Weihnachtsfest 2008 endet für die Evangelisch-Lutherische Stadtkirchengemeinde Bückeburg endgültig die Ära von Pastor Ingo Röder. Bereits im Juni 2007 war der langjährige Seelsorger im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Stadtkirche und eines großes Empfanges unter freiem Himmel aus seiner aktiven Tätigkeit verabschiedet worden. Damals begann für ihn die sogenannte Freistellungsphase der Altersteilzeit. Mit Ablauf des Monats Dezember 2008 tritt Ingo Röder, der in diesem Jahr 65 Jahre alt wurde, formell endgültig in den Ruhestand.

Ingo Röder und Jürgen Johannesdotter nach dem Festgottesdienst i

Der in Göttingen geborene Ingo Röder wirkte zunächst im Vikariat und als Pastor in der St. Bartholomäus-Kirchengemeinde Meerbeck. In Bückeburg war er von 1985 bis 1995 für den Pfarrbezirk IV und anschließend für den Pfarrbezirk II zuständig. Im Juni 2007 konnte er mit dem Zeitpunkt seiner Verabschiedung auf 36 Jahre Pastorentätigkeit zurückblicken. Während dieser Zeit setzte er in Bückeburg vielfältige kirchliche Akzente, unter anderem durch seine Kinder- und Jugendarbeit, den 16 Jahre lang von ihm betreuten "Gruß der Kirche", durch seine vielfältigen Aktivitäten beim Sammeln und Ausstellen von Krippen und ganz besonders durch seine intensiven ökumenischen Kontakte. Zu dem guten Verhältnis zwischen Evangelisch-Lutherischer Stadtkirchengemeinde und Katholischer Kirchengemeinde St. Marien Bückeburg, welches sich unter anderem in gegenseitigen Gottesdienstbesuchen zu Weihnachten und Ostern, gemeinsamen Osterfrühstücken und dem großen ökumenischen Gottesdienst zu Pfingsten vor dem Mausoleum ausdrückt, trugen das Engagement Röders und seine persönliche Freundschaft mit Pfarrer Matthias Ziemens (beide sind ausgewiesene Werder-Bremen-Fans) maßgeblich bei. Im Rahmen eines weihnachtlichen Festgottesdienstes in der Jetenburger Kirche, der musikalisch vom Gospel-Chor "Rhythm of Life" begleitet wurde, erhielt Ingo Röder aus den Händen von Landesbischof Jürgen Johannesdotter jetzt seine Verabschiedungsurkunde. Außerdem überreichte Johannesdotter dem zukünftigen Ruheständler eine Fliesenbibel: Sie enthält neben dem biblischen Text die Abbildungen mehrere hundert historischer Bibelfliesen aus dem 17. biszum 19. Jahrhundert. Die mit religiösen Motiven bemalten Fliesen fanden als Wandschmuck und zur Zierde von Herd und Kamin ihren Weg aus dem Flämischen an die Küsten Ostfrieslands. Die Fliesenbibel entstand im Rahmen einer Projektarbeit im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Norden in Ostfriesland. Während des Gottesdienstes stellte Ingo Röder zwei besonders schöne Krippen aus seiner umfangreichen Sammlung vor, eine aus Bethlehem und eine aus Bückeburg.

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