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Eine Berufsentscheidung braucht vor allem Zeit

Die wichtigste Frage: Was will ich werden?

Ein Berufswunsch fällt nicht vom Himmel. Weil mit der Entscheidung für einen Beruf die Weiche für ein ganzes Leben gestellt wird, will sie reiflich überlegt sein – und das braucht seine Zeit. Das Gespräch mit Eltern, Mitschülern, Lehrern und weiteren Menschen ist hilfreich, aber letztlich heißt Berufswahl auch Eigenverantwortung zu übernehmen.

Die Entscheidung für einen Beruf ist ein Kompromiss aus den Interessen, der Motivation, der Persönlichkeit und dem Stellenangebot. Es ist auch eine Balance zwischen den Ansprüchen des Privatlebens und den Anforderungen des Berufslebens. Für den späteren Erfolg im Beruf ist die Zufriedenheit sehr wichtig, wichtiger als das Geld. Aber Jugendliche, die bald eine Lehre beginnen, sollten wissen, dass es keinen Beruf auf der Welt gibt, der immer nur Spaß macht.

„Was will ich wirklich werden?“ – Das ist die alles entscheidende Frage bei der Berufswahl. Sie sollte bereits im vorletzten Schuljahr jeder für sich beantworten. Der Grund: Dann ist erstens noch Zeit, Informationen über Berufe und Ausbildungswege zu sammeln. Und zweitens bewerben sich Schülerinnen und Schüler bereits mit ihren Zeugnissen ein Jahr vor Beginn der Ausbildung, nicht mit dem Abschlusszeugnis. Es gibt also eine Menge zu bedenken. Hier beginnt aber auch die Unterstützung durch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit mit Berufsorientierung, Besuchen im Berufsinformationszentrum (BIZ) und Beratungen in der Schule.

Informationen über Berufe gibt es im Berufsinformationszentrum und der Internet-Plattform www.planet-berufe.de genug. Allerdings ist die Auswahl bei über 400 Ausbildungsberufen und 9000 Studiengängen schwer. Die wichtigste Aufgabe der Berufsberatung ist es, in diesem „Dschungel“ Orientierung zu geben: Welche Möglichkeiten gibt es für mich und lassen Sie sich verwirklichen?

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