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Ursula und Udo Apfelbaum setzen sich auf Flohmarkt für das SOS-Kinderdorf in Mombasa ein

"Die Welt ein kleines Stückchen besser machen"

Bad Nenndorf (mgu). Um Spenden für das SOS-Kinderdorf in Mombasa in Kenia zu sammeln, organisieren Ursula und Udo Apfelbaum jeden Monat einen kleinen Flohmarkt in der Kramerstraße. Zudem haben sie alle vier Wochen einen Stand auf dem Groß-Flohmarkt bei Möbel Heinrich. Mit den Erlösen kauft das Ehepaar jedes Jahr in Mombasa Grundnahrungsmittel und Medikamente für die Kinder des SOS-Dorfes. Viel Arbeit für einen guten Zweck.

Ursula und Udo Apfelbaum spenden den Flohmarkt-Erlös für Mädchen

"Wenn jeder nur ein bisschen helfen würde, könnte man die Welt ein ganzes Stück besser machen", sagt Ursula Apfelbaum. Um sie herum sind zehn kleine Verkaufsstände mit Kleidung, Spielzeug und verschiedenen Haushaltsartikeln aufgebaut. Sämtliche Waren sind gespendet und werden für rund einen Euro pro Stück verkauft. Ursprünglich waren die Apfelbaums nur alle vier Wochen auf dem Groß-Flohmarkt bei "Möbel Heinrich" vertreten. Doch seit einem Jahr sei die Nachfrage derart gestiegen, dass sie ihre Artikel auch einmal pro Monat bei sich vor dem Haus verkaufen, wo ihnen mehr Platz zur Verfügung steht. Es gibt Familien, die von Magdeburg und Jena aus nach Bad Nenndorf kommen, um den Apfelbaums alte Kleidung zu bringen und sie beim Verkauf zu unterstützen. Die gesamten Einnahmen der Flohmärkte kommen dem SOS-Kinderdorf in Mombasa zugute. Beinahe jedes Jahr fährt das deutsche Ehepaar nach Kenia um vor Ort Grundnahrungsmittel wie Reis, Mehl, Zucker, Salz und Öl und Medikamente für die Waisenkinder zu kaufen. Im Jahr 2003 haben die beiden mit Hilfe vonÄrzten aus Bad Nenndorf sogar Medikamente aus Deutschland nach Kenia geschmuggelt, weil sie diese vor Ort nicht hätten besorgen können. Bis vor einigen Jahren, als die kenianische Regierung die Zölle angehoben hat, konnten die Apfelbaums auch Kleidung, Nahrungsmittel und Spielzeug aus Deutschland mitbringen. "Das sind eigentlich Kleinigkeiten, aber die Kinder freuen sich riesig darüber", sagt Ursula Apfelbaum. Kurz nach ihrer Ankunft in Kenia organisiert das Ehepaar nach eigenen Angaben im Hotel stets eine Party für die Waisenkinder. Dann gibt es Eis und Luftballons für die Kleinen - Dinge, die sie meistens noch nie zuvor gesehen haben. Außerdem errege so eine Feier die Aufmerksamkeit anderer Touristen, die den Apfelbaums häufig ihre Hilfe anböten. Wie ist das deutsche Ehepaar, das selbst vier Kinder hat und bis vor acht Jahren berufstätig war, zu solch einem Engagement gekommen? Im Jahr 1984 wurde der Nenndorferin bei ihrem Kenia-Urlaub ein Baby vor die Hotelzimmertür gelegt. Gemeinsam ihrem späteren Mann beschloss sie, das Kind zu dem SOS-Kinderdorf Mombasa zu bringen. Dort gibt es zwölf Kinderhäuser, mit jeweils einer "Ersatzmama" für die jungen Waisen. "Mary" wurde in Haus drei untergebracht. Für die Apfelbaums war dies das Schlüsselerlebnis. Sie konnten das Schicksal der Waisenkinder nicht mehr ignorieren. Ein paar Jahre später heirateten sie und beschlossen ihr Leben dem Kinderdorf zu widmen. Zu Mary haben sie heute immer noch Kontakt und ihr geht es gut. "Es ist zwar sehr viel Arbeit, aber man bekommt so viel zurück. Das SOS Kinderdorf zu unterstützen ist das Wichtigste in unserem Leben", sagt Ursula Apfelbaum. Die Apfelbaums freuen sichüber jede Hilfe. Spenden gehen auf das Konto "Kenia Kinderdorf", Nummer 1 502 279 167, bei der Sparkasse Schaumburg, BLZ: 25551480.

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