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Fichtenwäldchen hinter dem Gymnasium muss gefällt werden / Wiederaufforstung im Frühjahr

Die Sturmtiefs Kyrill und Emma und ihre Folgen

Bückeburg (rc). Eines der prägenden Merkmale der Hofwiesen, das kleine Fichtenwäldchen am Ende der Liebesallee hinter dem Gymnasium Adolfinum, wird in der kommenden Woche in großen Teilen der Vergangenheit angehören. Alle dort stehenden Fichten werden gef ällt. Im kommenden Frühjahr wird die Fläche aber wieder aufgeforstet, wie Vertreter des zuständigen Fürstlichen Forstamtes und des Landekreises gegenüber der Presse erklärten.

Anfang kommender Woche wird das Fürstliche Forstamt anrücken und die Sägen ansetzen. Ziel sei es, den sich auflösenden Fichtenbestand abzuernten und somit Raum zu schaffen für eine langfristige ökologische Waldumwandlung, wie Revierleiter Alfred Matthäei erklärte. Der zukünftige Wald soll an dieser Stelle in den kommenden Jahren zu einem standortgerechten Laubmischwald mit Buche, Eiche, Esche und einigen Vogelkirschen weiterentwickelt werden. Bereits jetzt vorhandene Laubbäume werden nicht gefällt, sondern bleiben erhalten. Maßgeblich ausgelöst wurden die jetzt anstehenden Arbeiten durch die Sturmschä-den infolge von Kyrill und Emma, die in den bestehenden Fichtenbestand große Lücken gerissen haben. Bei weiteren Stürmen seien weitere Schäden zu erwarten, da der Wald eine größere Angriffsfläche biete, so Matthäei. Zudem kamen im zurückliegenden Sommer wie erwartet Schäden durch Borkenkäferbefall hinzu. Aufgrund der Nähe zum Schulgelände und zur stark frequentierten Liebesallee gehe von diesen vorgeschädigten oder sogar schon abgestorbenen Bäumen zukünftig "ein nicht zu tolerierendes Gefahrenpotenzial aus: Ein zeitnahes Eingreifen ist dringend notwendig. Wir sind gezwungen, den Bestand zu räumen." Im kommenden Frühjahr wird dann mit der Wiederaufforstung begonnen. Die Setzlinge werden zwischen 50 Zentimeter bis 1,40 Meter groß sein. "30 Jahre wird es wohl dauern, bis sie so groß sind wie die jetzigen Fichten", schätzt Matthäei. Umzäunt wird die Wiederaufforstung nicht, lediglich gegen Wildverbiss wird eine Verbissschutzpaste an die Bäume geschmiert. Während der Fällarbeiten wird die Liebesallee gesperrt werden. Auch im Fichtenwäldchen hinter dem Mausoleum haben Kyrill und Emma zugeschlagen, wie Matthäei weiter sagte. Auch dort ist zudem der Borkenkäfer aufgetreten, sodass auch dort alle Fichten gefällt werden müssen. Diese Arbeiten haben bereits diese Woche begonnen.

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