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Nach Ahnsen ist nun auch Bad Eilsen dazu bereit / Grund: Zu wenig Ehrenamtliche für die Basisarbeit

Die SPD-Ortsvereine stehen vor der Auflösung

Bad Eilsen (sig). Kein Abschiedsschmerz, aber Vergangenheitsbewältigung hat im Mittelpunkt der wohl letzten Jahresversammlung der SPD des Kurortes gestanden. Die Absicht, die kleineren Ortsvereine aufzulösen und im Samtgemeindeverband aufgehen zu lassen, fand ein positives Echo. Der SPD-Ortsverein Ahnsen habe, so Jürgen Schmökel, Chef des Samtgemeindeverbandes, seine Auflösung beantragt. Die werde bis 2008 realisiert sein.

Das dürfte der letzte SPD-Ortsvereinsvorstand sein, der in Bad E

Es zeige sich immer mehr, dass es nicht genügend Ehrenamtliche gibt, die Basisarbeit leisten. Das sei der Grund für den Schritt. Die Interessen der Ortsvereine sollen durch Beisitzer wahrgenommen werden. Auch die Genossen aus Bad Eilsen verschließen sich dem nicht, wie die Jahresversammlung zeigte. Luhden und Heeßen wollen ohnehin künftig zusammengehen. Manöverkritik dann mit Blick aufs Wahlergebnis: "Wir hatten auf einen Wechsel gehofft, nicht zuletzt durch unser Eintreten für den Edeka-Markt", so Ortsvereinschef Peter Buschmeier. Aber letztlich habe der Bürgermeister-Bonus die Niederlage gebracht. Die SPD-Fraktion sei kräftig durcheinander geschüttelt worden. Er selbst sowie Rainer Hanke und Björn Müller seien dabei auf der Streck geblieben. Als Desaster für die SPD bezeichnete Buschmeier den Ausgang der Wahl zum Samtgemeinderat. Von sechs Kandidaten des Ortsvereins hatten es nur Hannelore Stühm und Christel Bergmann geschafft. Dazu wurde die Mehrheit verloren. Auch den Samtgemeinde-Bürgermeister musste SPD-Kandidat Oliver Keller Kontrahent BerndSchönemann überlassen. Schmökel machte deutlich, warum sein Vorstand Heinz Wischnat fallen ließ. Nach dessen Kandidatur in Bückeburg, von der er selbst erst einen Tag vor Anmeldeschluss erfahren habe, sei nicht nur ihm klar gewesen, dass die Wähler der Samtgemeinde diese Entscheidung nach dem Scheitern der Bewerbung nicht honorieren würden. "Wir werden auch Bernd Schönemann jegliche Unterstützung zukommen lassen, die erforderlich ist, um Entscheidungen zum Wohle aller Einwohner zu treffen", betonte Schmökel. Im Ausblick auf die Landtagswahl 2008 machte der SPD-Politiker klar, dass sein Samtgemeindeverband den Wahlvorschlag bereits zugestellt habe. Man stehehinter Heiner Bartling. Als Unterbezirksvorsitzenden wolle man Karsten Becker aus Stadthagen vorschlagen, als dessen Vize Ralf Tegtmeier aus dem Nenndorfer Raum und dazu als Beisitzer Wilma Kolbe sowie Kai Alack. Dennoch gab es zunächst im Kurort Neuwahlen. Alle amtierenden Vorstandsmitglieder wurden bestätigt. Peter Buschmeier bleibt 1. Vorsitzender; als Stellvertreter stehen ihm Uwe Zander und Christel Bergmann zur Seite. Die Kassengeschäfte leitet Margret Killer. Beisitzer sind Roland Killer, Rainer Hanke, Hannelore Stühm und Marina Gromzik. Viel vorgenommen hat sich die Eilser SPD für den Schnatgang am 17. März. Dabei soll eine Reihe von Standorten aufgesucht werden - von der Bouleanlage über die Remise, wo man im Obergeschoss gern eine Heimatstube einrichten möchte, über die Schaumburg-Klinik, den Bus-Bahnhof, den Bergkurpark bis hin zum Kurpark.

Geehrt (v.l.): Günter Stühm und Hans-Jürgen Winkelhake. Die Urku
  • Geehrt (v.l.): Günter Stühm und Hans-Jürgen Winkelhake. Die Urkunden übergibt Samtgemeindeverbandschef Jürgen Schmökel (r).
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