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Fortbildung: Was tun gegen Depression?

Die Seele ruft Hilfe

Obernkirchen (sig). Depressionen können sich selbstzerstörerisch in die Seele eines Menschen hineinfressen. Das wissen die Besuchskreise der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinden der Bergstadt, die depressive Senioren seelsorgerisch betreuen und begleiten. Über diese schwierige Aufgabe sprach mit ihnen in einer gemeinsamen Veranstaltung im katholischen Pfarrheim Pastor Klaus Depping vom "Haus kirchlicher Dienste" der evangelischen Landeskirche.

Klaus Depping

Einmal im Jahr gibt es eine solche Fortbildungsmaßnahme für die Besuchsdienste. Diesmal ging es um das Thema "Depressionen im Alter", die sich ebenso wie die Demenz immer häufiger einstellen und die Lebensqualität sehr stark einschränken. Kennzeichen dieser psychischen Erkrankung sind fehlende Lebensfreude, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche, Unentschlossenheit, Schuldgefühle und Selbstanklagen. Diese Symptome mehren sich zwar im Alter, haben aber nicht selten schon ihren Ausgangspunkt in mittleren Lebensjahren. Auslöser sind dann meistens eine große körperliche Erschöpfung sowie zu starke seelische Belastungen durch den Job und durch die Familie. Pastor Klaus Depping kennt die Hilferufe davon betroffener Menschen. Sie anzuhören und mit ihnen zu sprechen, das sieht er als ein wichtiges Mittel zur inneren Befreiung und Erleichterung an. Er empfahl den Teilnehmern dieser Fortbildung, sich von ihren Gesprächspartnern lieber Erfolgsgeschichten erzählen zu lassen anstelle von leidvollen Erfahrungen. Schwermütige Menschen brauchen Lichtblicke, die den Alltag erhellen und die Stimmung verbessern. Lyrik sowie positive biblische Geschichten können aufmunternd und anregend wirken, regte der Seelsorger aus Hannover an.

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