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Die Prokopfverschuldung klettert auf 310 Euro

Bad Eilsen. Eine der interessantesten Zahlen verbirgt sich - völlig unscheinbar - auf Seite 17 des Haushaltsplans. Dort steht, dass die Summe, die die Gemeinde für Dinge wie Repräsentationen ausgibt, von 1000 auf 1200 Euro steigt. Ein Hintergrund: „Es gibt immer mehr Bad Eilser, die 100 Jahre und älter werden", freut sich Bürgermeisterin Christel Bergmann, die die Jubilare mit Blumensträußen besucht. Bergmann: „In diesem Jahr sind es zwölf!"
Ist ein Betrag von 1200 Euro marginal, ist es einer von 89,89 Euro nicht; die Zahl markiert die Prokopfverschuldung - also die Summe, mit der jeder Bürger zu Beginn des Haushaltsjahres in der Kreide stand. „Eine Summe", die sich bis Ende des Haushaltsjahres auf 310,67 Euro erhöhen wird", berichtet Kämmerin Svenja Edler während der Zusammenkunft des Finanzausschusses; das Gremium tagte unter Regie von Hans-Jürgen Winkelhake (SPD) im Haus des Gastes.

Haushalt

Grund für den rapiden Anstieg ist die Aufnahme von Krediten, die mit Masse der Sanierung des „Haus des Gastes" zugute kommen; wie berichtet soll dort am 15. April das „Restaurant Schulz" eröffnen. In diesem Zuge wird sich die Höhe der Kredite, die die Gemeinde aufnimmt, von aktuell 200 000 Euro um 495 000 Euro erhöhen. Damit wird die Gesamtsumme der Schulden in der Silvesternacht 691 000 Euro betragen.
Der Rücklage, also dem Sparstrumpf der Gemeinde, werden im laufenden Jahr 144 000 Euro entnommen; damit reduziert sie sich von 315 000 Euro zu Beginn auf 172 000 Euro zum Ende des Jahres. Eine Entwicklung, die Rolf Prasuhn (CDU) Sorgefalten auf die Stirn treibt: „Greifen wir in dieser oder ähnlicher Höhe weiter in die Rücklage, können wir uns ausrechnen, wann die aufgezehrt sein wird."

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