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Delegation aus Bad Saarow zu Gast / Robert Ascher ausgezeichnet

Die Partnerschaft mit Leben gefüllt

Bad Münder. Ein Wiedersehen nach nur einer Woche – und doch fiel die Begrüßung herzlich wie bei alten Freunden aus: Kaum war Bad Saarows Bürgermeisterin Anke Hirschmann aus dem Bus gestiegen, wurde sie umarmt: von Bürgermeister Hartmut Büttner und Robert Ascher, dem münderschen Motor der Städtepartnerschaft, die am Wochenende mit dem Gegenbesuch einer 27-köpfigen Delegation aus Bad Saarow gefeiert wurde.

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Autor:

Gert Mensing

Offizieller Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft war die Feierstunde im Martin-Schmidt-Konzertsaal. Der bot zwar noch freie Plätze, dennoch gelang eine würdige Demonstration der Freundschaft. Der erste frei gewählte Bürgermeister der Stadt Bad Saarow, Dr. Jörg Rolle, erinnerte sich an die Anfänge: „Unser erstes Treffen fand im schönsten Raum unserer Verwaltung statt, im Standesamt“. „Somit“, so Rolle, „feiern wir heute Silberhochzeit“.

Die städtischen Oberhäupter waren sich einig. „Uns ist es gelungen, den Gegenbesuch gut zu meistern“, sagte Hartmut Büttner. Seine brandenburgische Amtskollegin zeigt sich zufrieden: „Diese beiden Wochenenden haben die Partnerschaft wieder belebt“. In den vergangenen Jahren war es ruhig geworden, bis auf die Feuerwehren gab es kaum Gruppen, die die Partnerschaft mit Leben füllten. Einer, der nie aufgesteckt hatte, war der mündersche Ehrenstadtbrandmeister Robert Ascher. Für dieses Engagement erhielt er während der Feierstunde die wohl höchste Anerkennung: die Bad Saarower Bürgermeisterin überreichte ihm die von ihr und Amtsdirektor Carsten Krappmann unterzeichnete Urkunde, die seine Eintragung ins Ehrenbuch der Gemeinde Bad Saarow dokumentiert. Sichtlich berührt nahm Ascher die Ehrung entgegen. In seinem Rückblick auf die Zusammenarbeit im Feuerwehrwesen hob er wiederholt den erst vor wenigen Monaten verstorbenen brandenburgischen Amtskollegen Horst Mielisch hervor. „Wir wurden richtig gute Freunde. Oft habe ich dreimal in der Woche mit ihm telefoniert“, so Ascher.

Neben dem offiziellen Festakt gab es für die Gäste vom Scharmützelsee ein umfangreiches Programm. Nach der Begrüßung in der BG Bildungsstätte Bad Münder, in der die Gäste auch untergebracht waren, ging es auf „Stadtrundfahrt“. Udo von Haaren stellte in Hamelspringe die Hamelquelle vor. Sein Vater war 1990 als stellvertretender Bürgermeister bei der Gründung der Partnerschaft dabei. Anschließend wartete Bakedes Ortsbürgermeister Rolf Wittich am Weg der Sinne, zwei Treckergespanne der Sünteltaler Treckerfreunde erlaubten eine schnelle Erkundung der Sehenswürdigkeiten – Anneliese Wenthe wartete schon mit selbstgemachten Kuchen im Hofcafé auf die Gäste.

Auf dem Steinhof wurde unter dem Beifall zahlreicher Besucher das Partnerschaftsschild enthüllt, das „Söltjer“ Klaus Kork mit seinen Mitstreitern gefertigt hatte. Zu den Überraschungsgästen zählte dabei die langjährige Bundestagsabgeordnete Brigitte Schulte, die aus der Nähe von Bonn anreiste. Die frühere Staatssekretärin ging auf die Tage der Wiedervereinigung ein: „Alles lief in Frieden ohne einen Schuss. Ein Geschenk für uns alle“. Sie hob ihren Wunsch hervor, dass die Jugend begreife, was man gewonnen habe. Als Geschenk übergab sie Bürgermeister Büttner einen Umschlag als Anschubfinanzierung für einen Schüleraustausch. Den Festakt schloss der Feuerwehr-Musikzug Bad Münder unter der Leitung von Markus Thiele mit der Nationalhymne.

Nach einer Feier im Kornhus standen gestern noch ein Rundgang durch den Kurpark und ein Bummel über den Bauernmarkt an, dann ging es für die Gäste zurück nach Bad Saarow.

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