weather-image
24°
Beeindruckende Sonderausstellung im Eulenburg-Museum Rinteln wird bis November gezeigt

Die letzten Kriegstage im Wesergebirgskessel

Rinteln. „1945 – Der Wesergebirgskessel und die letzten Kriegstage zwischen Minden, Hameln und dem Steinhuder Meer.“ Das ist ein langer Titel für eine Sonderausstellung, doch er lohnt sich. Die Exposition im Rintelner Eulenburg-Museum an der Klosterstraße zeigt ein dunkles Stück Zeitgeschichte mit vielen Bildern bis einschließlich Sonntag, 14. November.

Vor 65 Jahren, im Frühjahr 1945, kehrte der Zweite Weltkrieg, der halb Europa verwüstet und Millionen von Menschen das Leben gekostet hatte, auf deutschen Boden zurück. Auch das Land zwischen Weser und Deister wurde nun Frontgebiet. Hier fochten Tausende deutsche Soldaten in einem Kessel am Wesergebirge tagelang einen aussichtslosen Kampf gegen die alliierten Truppen. Nicht nur diese Gefechte, sondern auch die zahlreichen Flieger- und Artillerieangriffe, die Elendsmärsche der evakuierten Kriegsgefangenen, die Plünderungen der großen Verpflegungsdepots der Wehrmacht, Repressalien gegen sogenannte „Wehrkraftzersetzer“ und Übergriffe durch befreite Gefangene haben in der Region die Erinnerung an das traumatischen Ende des Krieges geprägt.

Die neue Sonderausstellung im Eulenburg-Museum Rinteln, erst vor wenigen Tagen eröffnet, zeichnet die Ereignisse zwischen dem 1. und 12. April 1945 Tag für Tag anhand zahlreicher Originalobjekte und neu verfasster Karten nach. Ergänzt wird sie durch bislang unveröffentlichtes Filmmaterial aus Südniedersachsen, das den Vormarsch der amerikanischen und britischen Truppen an den Weserübergängen zeigt.

„1945 – der Wesergebirgskessel und die letzten Kriegstage zwischen Minden, Hameln und dem Steinhuder Meer“, Eulen-Burg-Museum, Öffnungszeiten täglich außer montags von 14 bis 17 Uhr

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare