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Von Bruder zu Bruder: Auf Heiner folgt Uwe / Udo Derks holte sich gleich zwei Pokale / Strenge Regentschaft angekündigt

Die Heeßer Königswürde bleibt in der Familie Meier

Heeßen (sig). Zwei Ausfälle mussten die Heeßer bei ihrem diesjährigen Schützenfest verkraften. Zum einen fiel der Vorsitzende Gerhard Hasse durch einen Verkehrsunfall in der gewohnten Rolle als Gastgeber aus. Zum anderen war auf Petrus so gut wie kein Verlass. Die erste Lücke konnte Stellvertreter Friedrich Rahe schließen. Das Wetter wurde zum Glücksspiel, aber dieses Los teilen zurzeit viele Veranstalter.

Die Königsscheibe hängt, die Majestäten sind proklamiert: Das al

Dafür erlebten die Festteilnehmer etwas Ungewöhnliches: Die Königswürde bleibt in der Familie. Sie wurde am Sonnabend von Bruder zu Bruder weitergereicht. Das war nicht planbar, aber die Freude auf beiden Seiten war nicht zu übersehen. Heiner Meier beendete seine milde Regentschaft. Das fiel ihm besonders leicht, weil sein Bruder Uwe die Nachfolge antrat. Der allerdings kündigte eine strengere Regentschaft an. Für die Heeßer Grünröcke und ihre Gäste war dieser Ausgang noch aus einem anderen Grund ein Glücksfall. Sie hatten nämlich keinen weiten Weg zurückzulegen vom Festplatz bis zum Hof der neuen Majestät. Da es kurze Zeit vorher einen kräftigen Wolkenguss gegeben hatte, war der Auszug aus dem Zelt zur Proklamation damit kein so großes Risiko. Zusammen mit den Abordnungen der befreundeten Schützenvereine aus Bad Eilsen, Luhden, Buchholz und Krainhagen sowie mit den Schwarzröcken des Stadthäger Lindenrotts bildeten die Heeßer einen ansehnlichen Festzug. Den Marschrhythmus gaben die Spielleute aus Ahnsen und Liekwegen vor. Am Zielort gaben Heiner Meier, die scheidende Königin Renate Bokeloh und der Jugendkönig Dominik Brunst ihre grünweißen Schärpen und die Ketten ab. Sie nahmen Erinnerungsorden und den Dank der Heeßer Schützen entgegen. Der neue König Uwe Meier, der diese Würde vor 27 Jahren bereits einmal errungen hatte, freute sich über die beiden jungen Damen an seiner Seite. Annika Melching ist zum ersten Male Königin geworden, während die Jugendkönigin Marlene Baule-Steinmeyer dieses Amt jetzt zum zweiten Male antrat. Uwe Meier hatte mit dem festen Vorsatz am Schießen teilgenommen, diesmal etwas zu reißen. Und er hatte zudem eine gewisse Vorahnung, dass es klappen könnte. Sonst hätte er sich doch kaum zwei Tage frei genommen, darunter den Montag. Friedrich Rahe ließ nach der Proklamation noch die Schützenscheibe anbringen, "wie das bei uns gute Tradition ist", stellte der stellvertretende Schützenchef dazu fest. Bereits am Freitagabend nach dem Einzug ins Festzelt musste Friedrich Rahe einmal in Aktion treten, um Trophäen zu verteilen. Die Gästescheibe hatte sich Jochen Milster aus Buchholz geholt, den Sparkassenpokal Serena Baule-Steinmeyer. Ihre schärfsten Konkurrenten waren Verena Meier und Annika Melching. Gleich zweimal erfolgreich war Udo Derks. Er gewann den Pokal des verstorbenen früheren Bürgermeisters Fritz Buhmeier und außerdem den Pokal der Könige. Mit einem Königsball klang das Schützenfest am Sonnabend aus. Am Sonntag folgte das Dorfgemeinschaftsfest, über das wir noch berichten werden.

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