weather-image
15°
Schulleiter wünscht sich mehr Lehrerstunden für Betreuung / Einsparungen für die Pausenhalle

Die Ganztagsbetreuung ist gut angelaufen

Rehren (la). Die Nachmittagsbetreuung an der Grundschule Auetal ist gut angelaufen. Seit Schuljahresbeginn ist die Grundschule "Ganztagsschule".

Das Lieblingsessen der Kinder in der Ganztagsbetreuung sind Nude

"Gestartet sind wir mit gut 60 Kindern, und jetzt haben wir 70 Kinder in der Betreuung", schilderte Schulleiter Carl Gundlach den Mitgliedern des Schulausschusses während der jüngsten Sitzung. Nach einigen Wochen habe es Schwankungen gegeben, da Kinder aus den ersten Klassen wieder abgemeldet, dafür aber "größere" angemeldet wurden. "Man muss dabei einfach sehen, was für eine Belastung es für die noch kleinen Kinder ist, wenn sie neun Stunden pro Tag unterwegs sind", erklärte Gundlach. Für manche Kinder sei das einfach zu viel. Trotzdem ist der Schulleiter mit dem Start zufrieden. Die Zusammenarbeit mit den Betreuungskräften laufe gut, und das Angebot für die Kinder sei abwechslungsreich. Auch die Essenausgabe am Mittag habe sich gut eingespielt. Was dem Schulleiter fehlt, sind Lehrerstunden für die Betreuungszeiten. Das war seinem Bericht über die Ganztagsschule immer wieder zu entnehmen. Auf Anfrage eines Ausschussmitgliedes, ob 30 Minuten für die Erledigung der Hausaufgaben ausreichen, antwortete Gundlach: "Wir garantieren nicht, dass die Hausaufgaben während der Betreuungszeit restlos fertiggestellt werden. Die Kinder haben alle unterschiedliche Arbeitsgeschwindigkeiten. Wir haben keine Lehrer in der Betreuung, und Laien können zwar helfen, liefern aber keine Lehrerqualität." Auch Nachhilfe könne die Betreuung nicht bieten. Lehrerstunden seien aber leider nicht in Sicht. "Lehrerstunden wären wünschenswert, um den Kindern Förder- und Forder-Unterricht bieten zu können", sagte Andreas Watermann (SPD). Imke McGinty (SPD) fragte nach, ob Eltern die Betreuung am vierten Tag der Woche vermissen. "Nein", lautete die klare Antwort von Gundlach. Bislang sei bei ihm noch nicht nach einer Erweiterung des Ganztagsangebots gefragt worden. "Unsere Ganztagsschule ist nicht für die Betreuungberufstätiger Eltern gedacht. Das können wir unter diesen Umständen nicht leisten. Das müsste durch einen Hort aufgefangen werden", erläuterte Gundlach. Neben der Ganztagsschule war auch die Gebäudesanierung Thema des Berichts des Schulleiters. "Wir haben 2008 in Sachen Energiesparen viel geschafft", stellte er fest. Das neue Heizsystem helfe ebenso beim Sparen wie neue Fenster. Im Vermögenshaushalt für 2009 sind 10 000 Euro für 56 Energiesparleuchten in den Klassenräumen und den Fluren vorgesehen. Die gesamten Lampen müssen ausgetauscht werden, um eine bessere Effizienz zu erzielen. Insgesamt sind im Vermögenshaushalt 42 000 Euro für die Grundschule vorgesehen. Das Budget, mit dem die Grundschule im Jahr 2009 auskommen muss, wurde auf 53 700 Euro festgelegt. Diesen Ansätzen hat der Schulausschuss zugestimmt. Allerdings ist der Schulleiter aufgefordert, "durch geschicktes Management", wie es Bürgermeister Thomas Priemer nannte, zu sparen. "2008 hat die Schule bereits 2000 Euro weniger verbraucht, als im Budget zur Verfügung stand", lobte Priemer. Dieses Geld und die weiteren Ersparnisse der kommenden Jahre sollen die Mehrkosten für den Ausbau der Pausenhalle in Höhe von 14 000 Euro ausgleichen. Das hatte der Rat beschlossen, als er im Sommer dieses Jahres dem Ausbau der Pausenhalle zustimmte. "Diese Rückzahlung sollten wir noch einmal überdenken", forderte der Ausschussvorsitzende Thorsten Niedert (CDU). Durch hohe Eigenleistungen der Lehrkräfte und Eltern seien nur relativ geringe Mehrkosten entstanden. "Das ehrenamtliche Engagement war aber vorbildlich und sollte belohnt werden", so Niedert. "Die Rückzahlung ist ein Ratsbeschluss. Deshalb müsste die Angelegenheit auch dort beraten werden", sagte Priemer den Ausschussmitgliedern.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare