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Samtgemeindechef tritt - endgültig - nicht an / "Würdiger Abschied" / Keine Bewerbung um Ratsmandat

Die Frist ist um: Wischnat steht nicht zur Wahl

Eilsen (tw). Die Frist ist um: Bis Montag, 24. Juli, 18 Uhr hatte Amtsinhaber Heinz Wischnat (parteilos) Zeit, seine - erneute - Kandidatur um das Amt des Eilser Samtgemeindebürgermeisters zu erklären; er hat es nicht getan. Damit bewahrheiten sich entsprechende Spekulationen dieser Zeitung, die Wischnats Aussage beim SPD-Weinfest, zumindest nicht als Einzelbewerber antreten zu wollen, bereits Mitte Juni als "General-Verzicht" wertete.

Der Samtgemeindebürgermeister und Wahlleiter auf Nachfrage: "Mein Name wird am 10. September nicht auf dem Wahlzettel stehen." Wischnat weiter: "Ich selbst habe mich darüber hinaus weder um ein Ratsmandat beworben, noch werde ich es künftig tun." Wischnat auf die Frage, ob es denn Wahlvorschläge von Bürgern für seine Person gegeben habe: "Dazu möchte ich mich nicht äußern." So oder so bleibt es damit bei den beiden Kandidaten Oliver Keller (SPD) auf Platz eins und Bernd Schönemann, der als Parteiloser für die CDU ins Rennen geht, auf Platz zwei des Zettels. Für keinen der Kandidaten will der Amtsinhaber indes eine Wahlempfehlung abgeben. Die Amtszeit Wischnats endet am 31. Oktober, Schlag 24 Uhr. Dann wird (s)eine 32,5-jährige Amtszeit als erster Hauptverwaltungsbeamter der Samtgemeinde Geschichte sein. Der gebürtige Allensteiner trat in Eilsen am 1. Mai 1974 an, wirkte den überwiegenden Teil der drei Jahrzehnte als Samtgemeindedirektor, später als Samtgemeindebürgermeister. Jürgen Schmökel, Chef des SPD-Samtgemeindeverbandes Eilsen, zu dem Kandidaturverzicht des früheren Genossen: "Jetzt ist eingetreten, was wir Politiker schon geraume Zeit vermutet haben: Nachdem Herr Wischnat bereits in Bückeburg gescheitert ist, will er sich nicht der Gefahr aussetzen, das am 10. September auch auf Eilser Boden zu tun." Das sei eine Entscheidung, mit der er sich - nach der "sauberen Arbeit", die er geleistet habe - auch einen "sauberen Abgang" bereite. Ein Abgang, der laut Schmökel - trotz aller Differenzen in der Vergangenheit - auch einen "würdigen Rahmen" im Sinne einer entsprechenden Abschiedsfeier finden soll. Ebenso äußert sich Friedrich Feick, Chef der Samtgemeinde-CDU: "Eine Abschiedsfeier in würdiger Form ist - angesichts der Verdienste Wischnats um Eilsen - auch für uns selbstverständlich." Mit Wischnats Ausscheiden werden um den 31. Oktober herum auch eine Fülle weiterer Posten vakant, die der Amtsinhaber bislang noch bekleidet. Einige - wie der Sitz im Beirat von E.ON Westfalen-Weser und derjenige im Aufsichtsrat der Stadtwerke Schaumburg-Lippe, aber auch derjenige als Vizeleiter des Kindergartenausschusses - sind in der Regel an das Amt geknüpft. Andere nicht: So wird Wischnat nach eigener Aussage den Posten des Geschäftsführers beim Städte- und Gemeindebund niederlegen; auch stellvertretendes Präsidiumsmitglied und Bundesprüfer wird er dort nicht mehr sein. Last, but noch least werden mit seinem Ausscheiden auch die Posten als Gemeindedirektor von Heeßen und Luhden vakant - um nur einige wenige der Ämter zu nennen, die Wischnat derzeit noch ausfüllt ...

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