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Künftig elektronische Personenstandsregister beim Standesamt / Alle Urkunden sind neu gestaltet worden

Die Familienbücher haben im neuen Jahr ausgedient

Rinteln (wm). Zum Jahresbeginn greift bundesweit die Reform des Personenstandsrechtes. Das heißt für das Rintelner Standesamt in der Praxis, es gibt keine Familienbücher mehr, die Personenstandsregister werden ab Januar elektronisch am Computer geführt. "Für unsere Arbeit ergeben sich daraus viele Veränderungen", schilderte Rintelns Standesamtschefin Claudia Koch. Die Software "AutiSta", die das steuern soll, sei bereits getestet, betonte Hauptamtsleiter Ulrich Kipp, "wir können loslegen". Geändert hat sich unter anderem:

Claudia Koch im Trauzimmer des Bürgerhauses. Foto: tol

Die papierenen Geburts-, Heirats-, Lebenspartnerschafts- und Sterberegister werden eingestellt. Die letzten Bücher können noch 110 Jahre (Geburten), 80 Jahre (Ehen/Lebenspartnerschaften) oder 30 Jahre (Sterbefälle) im Standesamt eingesehen werden, danach im Stadtarchiv. Berufsbezeichnungen oder akademische Grade werden nicht mehr festgehalten, die Religionszugehörigkeit nur, wenn es sich bei der Kirche um eine Körperschaft des öffentlichen Rechts handelt. Das seit 1937 von den Standesämtern geführte Familienbuch (nicht zu verwechseln mit dem "privaten" Stammbuch), das seit 1957 mit den Menschen von Wohnsitz zu Wohnsitz und Standesamt zu Standesamt wanderte, ist gestrichen worden. Auch die Abstammungsurkunden und Geburtsscheine werden abgeschafft. Geburtsurkunden gibt es weiterhin - sie können aber bei Bedarf am Wohnsitz statt am Geburtsort angefordert werden. Heiratsurkunden heißen nun Eheurkunden. Alle Urkunden sind mit einem tabellarischen Aufbau neu gestaltet worden.

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