weather-image
21°
Neuer Discounter im Büschinghaus setzt auf deutsche Markenware und türkische Spezialitäten

Die ersten Kunden nehmen "GeDi" im Sturm

Stadthagen (jl). 30 Kisten Tomaten in zwei Stunden: Die Kunden haben den neuen Discounter "GeDi" im Büschinghaus an der Niedernstraße gestern Morgen im Sturm genommen. Der Neuling integriert in seinem Sortiment typisch deutsche Markenlebensmittel und typisch türkische Spezialitäten in einer erstaunlichen Auswahl, wie ein Rundgang durch die Regale gezeigt hat.

0000509449.jpg

Hinter "GeDi" stehen drei Geschäftspartner: Fatih Öztürk, Sezai Uyar und Gökhan Ergüce. Und die drei stehen für ein Geschäftskonzept, das in klassischer Discounter-Manier die Geschmäcker von Konsumenten mit deutscher und türkischer Prägung bedienen will. Wer genau hinguckt, und das empfiehlt sich bei dem Sortiment des neuen Ladens ausdrücklich, wird das Türkisch-Deutsche quasi in jeder Ecke der rund 100 Quadratmeter entdecken. Beispiele: Gleich rechts am Eingang haben die drei Kaufleute die Erfrischungsgetränke eines namhaften amerikanischen Herstellers aufgebaut. Links im Regal: diverse Sorten türkischer Tee. Bei den Milchprodukten machen deutsche und türkische Milchprodukte auf friedliches Miteinander im Kühlregal, genau wie um die nächste Ecke Fladen- und Knäckebrot oder fünf Schritte weiter Ketchup, Senf hüben und exotische Gschmacksverstärker drüben. Stichwort exotisch: Wer orientalische Küche selber zelebriert, dürfte bei "GeDi" richtig sein: Gewürze, eingelegte Weinblätter und Oliven-Varianten ohne Ende seien hier genannt. Das Programm in den Regalen scheint am gestrigen Eröffnungstag genau die von Öztürk, Uyar und Ergüce angepeilten Zielgruppen erreicht zu haben: Die erste große Kundenwelle, die den Laden sofort nach der Öffnung durchströmt habe, seien überwiegend Deutsche gewesen, berichtete Öztürk wenige Stunden später. Bei dieser Welle haben dann auch die schon erwähnten 30 Kisten Tomaten für Umsatz gesorgt, die die Kaufleute "morgens um 4 Uhr" vom hannoverschen Großmarkt geholt hatten. "Die Deutschen sind Frühaufsteher" erklärte Öztürk das Phänomen. Die Kunden mit dem türkisch geprägten Geschmack kamen später und das auch ziemlich zahlreich. Das "Mischmasch" in den Regalen, wieÖztürk im Gespräch das Sortiment bezeichnete, hält der städtische Wirtschaftsförderer Lars Masurek für "nicht unclever", weil es eine Marktnische bediene. Masurek hat den drei Geschäftsleuten im Büschinghaus gestern zusammen mit Bürgermeister Bernd Hellmann und Michael Kausch, dem Sprecher der Quartierinitiative nördliche Altstadt, als einer der ersten zum Start an der Niedernstraße gratuliert. Kausch freute sich, "dass wieder jemand dazugekommen ist." Hellmann hob hervor, dass jetzt wieder derÜbergang zur reinen Fußgängerzone einen "attraktiven Anschluss" bekommen habe. Überdies sei ein weiterer Lebensmittelladen wichtig für die Innenstadt und deren nördliche Hälfte ohnehin. "Wir sind froh über jede Geschäftsansiedlung in der nördlichen Altstadt", sekundierte Carsten Bürgel für den Vorstand des Stadtmarketingvereins (SMS).

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare