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Stadthäger Integrationsbeirat organisiert internationales Frühstück / Jeder bringt etwas mit

"Die, die nicht kommen, verpassen etwas"

Stadthagen (lmh). Auf dem Buffet steht der Heringssalat neben türkischem Pismaniye-Gebäck, und an den Tischen sitzen Menschen mit Hautfarben in unterschiedlichen Schattierungen im Wortsinn bunt gemischt nebeneinander. Das zweite Internationale Familienfrühstück, zu dem der Stadthäger Integrationsbeirat in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus Alte Polizei und dem Seniorenbeirat eingeladen hatte, hat seine Funktion am Sonntagvormittag voll erfüllt.

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"Der Rat ist ein Organ der Stadt und setzt sich zu gleichen Teilen zusammen aus Vereinen von Migranten, die hier heimisch geworden sind, und deutschen Organisationen", erklärte Stefan Hagenberg, der mit einigen anderen Mitgliedern des Integrationsbeirats für die Vorbereitung der Aktion zuständig gewesen ist. "Ich halte es für unheimlich wichtig, dass wir aufeinander zugehen", äußerte sich die stellvertretende Vorsitzende Arzu Cetin, die selbst einen türkischenMigrationshintergrund besitzt. "Das Familienfrühstück ist ein schöner Anlass dazu." "Von den ausländischen Vereinigungen kommen immer mehr als von den heimischen Organisationen", bedauerte Hagenberg. "Aber die, die nicht kommen, verpassen wirklich etwas." "Integration ist sehr wichtig", äußert sich Diabate Bakary, der seit fünf Jahren in Deutschland lebt und ursprünglich von der afrikanischen Elfenbeinküste stammt. Nadime Tutan, die vor 35 Jahren aus der Türkei nach Deutschland gekommen ist, erklärt: "Ich hab in den Schaumburger Nachrichten von dem Frühstück gelesen und habe mir gleich überlegt, hinzugehen. Zu den Internationalen Frauenfrühstücken komme ich auch immer; es ist so schön, zusammenzusitzen und sich zu unterhalten." Auch Martina von der Osten, Leiterin der VHS-Alphabetisierungskurse für Frauen, erklärt: "Ich halte solche Angebote für sehr wichtig und finde es schön, dass hier auch die Kinder mit dabei sind." Die durften sich nach dem Frühstück in einen Nebenraum zurückziehen - so wie Diyar Güne (7), der das reichhaltige internationale Speisenangebot schnell hinter sich lässt, um mit anderen Kindern Papierflieger zu basteln: "Ich hab' nur schnell ein Nutella-Brötchen gegessen. Das reicht schon."

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