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Samtgemeindeverband der CDU hegt positive Erwartungen an 2009 / Vorstand ist komplett

"Die beiden Wahlen haben absoluten Vorrang"

Eilsen (sig). "Wir haben erfolgreiche Wahlen hinter uns gebracht, aber bald kommen neue Aufgaben, bei denen wir uns nicht zurücklehnen werden." Der im "Haus des Gastes" einstimmig wieder gewählte Vorsitzende des CDU-Samtgemeindeverbandes, Friedrich Feick, hob damit ab auf die Europawahl im Juni und a uf die Bundestagswahl im September des kommenden Jahres. 2009 werden deshalb die Wahlkampfveranstaltungen im Vordergrund aller Planungen stehen.

CDU-Vize Barbara Wömpner.

Bei den Vorbereitungen wird Feick von einem einhellig im Amt bestätigten Vorstand unterstützt. Barbara Wömpner bleibt weiterhin seine Stellvertreterin. Dazu kommen Schatzmeister Friedrich-Wilhelm Lohmann und Schriftführer Dieter Gutzeit, außerdem als Beisitzer aus Bad Eilsen Dr. Willi Dreves und Rolf Prasuhn, aus Luhden Peter Zabold, Björn Metzner und Heidrun Simon sowie aus Heeßen Cord-Heinrich Möhle. Bei einer Stichwahl blieben Lars Bauer (Ahnsen) und Dieter Störig (Bad Eilsen) auf der Strecke. Besonders erfreut zeigte sich der 1. Vorsitzende, dass die CDU in der Samtgemeinde und in Luhden die Mehrheitsverhältnisse ändern konnte. Ahnsen bleibe, so Feick, noch die einzige SPD-Bastion, die er auf die Dauer aber auch nicht als unüberwindbar ansieht. Dr. Willi Dreves stellte in seinem Rückblick auf die Kreistagsarbeit die anstehenden Entscheidungen zum Krankenhauszentrum im Raum Obernkirchen in den Vordergrund. "Wir steigen damit auf in die Riege der Schwerpunktversorger mit 450 bis 500 Betten und zusätzlichen Fachbereichen wie Onkologie und Geriatrie", hob Dreves hervor. Das seien gute Perspektiven, zumal die beiden Kreiskrankenhäuser in Stadthagen und Rinteln jährlich Defizite einfahren. Hartmut Krause, Bürgermeister von Buchholz, äußerte die Befürchtung, dass diese Entscheidung zu Lasten der Notfallpatienten gehe. Er begründete das mit den weiten Entfernungen von Bad Nenndorf und Goldbeck zum geplanten Standort. Außerdem müsse alles gründlich durchgerechnet werden, damit die zentrale Lösung am Ende nicht noch teurer wird als die Kosten für die beiden Kreiskrankenhäuser. Der Samtgemeinde-Bürgermeister Bernd Schönemann lobte, dass durch den neuen Kindergarten Raum für neue Krippenplätze geschaffen wurde. "Wir können dort allen Kindern einen Krippenplatz und einen Hort anbieten", versicherte Schönemann. In seiner Funktion als Gemeindedirektor von Heeßen hob er hervor, dass künftig das Gelände hinter dem Gemeindehaus sinnvoll genutzt werden kann als Spiel- und Bolzplatz sowie Bouleanlage. Bürgermeister Horst Rinne (Bad Eilsen) erkannte an, dass der Kurort Defizite in der Infrastruktur hat. Probleme bereite unter anderem der Leerstand des Georg-Wilhelm-Hauses und des Badehotels. Derzeit zeigen immerhin vier Hotelgesellschaften Interesse an den Gebäuden. Aus der geplanten Kosmetikschule sei, so Rinne, leider bislang nichts geworden. Die Gemeinde möchte die weitere Nutzung des Kurtheaters und des Kursaals sicherstellen. Durch einen Zuschuss in Höhe von 70 Prozent aus öffentlichen Fördermitteln und mit Hilfe der Kurtaxe, die durch die Wiederbelegung des Badehotels eingenommenwürde, wäre eine Übernahme von Kurtheater und Kursaal durch die Gemeinde möglich. Außerdem möchte Rinne der Bahnhofstraße mehr Flair geben. Der noch zu erstellende Masterplan werde zu wichtigen Weichenstellungen führen. Luhdens Bürgermeister Peter Zabold berichtete, dass sich nach dem Mehrheitswechsel vor zwei Jahren eine gute Zusammenarbeit im Gemeinderat entwickelt habe. Sein Stellvertreter, der SPD-Fraktionschef Hartmut Büscher, sei ein Mann, mit dem sich etwas bewegen lässt. Wichtige Hauptanliegen der Gemeinde seiender weitere Ausbau des Gewerbegebietes und die Verkehrsberuhigung der Dorfstraße. Hartmut Krause, Bürgermeister von Buchholz, ging auf die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen beim Dorfgemeinschaftshaus ein. Nach der aus Gründen der Energieersparnis erfolgten Modernisierung der Straßenbeleuchtung stehe jetzt ein neues Regenrückhaltebecken an. Fortsetzen will die Gemeinde ihren Kampf gegen den Verkehrslärm von der Autobahn und auf der Ortsdurchfahrt. Der stellvertretende Bürgermeister von Ahnsen, Dieter Gutzeit, berichtete, dass in zwei Wochen eine CD von der 750-Jahrfeier vorgestellt werde. Die Klagen eines Sportplatzanliegers über störenden Lärm müssten auf dem Rechtsweg geklärt werden. Aus der Versammlung wurde vorgeschlagen, neben den Wahlkampfveranstaltungen 2009 den Eisenhammer in Rinteln, die Wassermühle in Vehlen und das Hubschraubermuseum in Bückeburg zu besuchen.

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