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Konzert mit Schaumburger Trachtenkapelle und "Mühlenhof-Express" / Mehr als 200 Hörer im Bad Eilser Kursaal

Die "Barcarole" klingt auch mit Blasinstrumenten klasse

Bad Eilsen (sig). Zum zweiten Male in diesem Jahr hat die Schaumburger Trachtenkapelle im Kursaal ihre Visitenkarte abgegeben. Diesmal hatte nicht der holländische Komponist Freek Mestrini die Leitung, sondern der eigentliche Ensemblechef Lars Bögel. Die Gemeinde hatte die bekannte heimische Kapelle für ein pfingstliches Konzert verpflichtet, bei dem sich über 200 Besucher an überwiegend bekannten Werken volkstümlicher Blasmusik erfreuen konnten. Die Moderation erledigte gewohnt souverän Dirk Hasse.

In ihrem Element: die Schaumburger Trachtenkapelle. Foto: sig

Der Marsch "Musik, Musik" des tschechischen Komponisten Franticzek Kmoch, mit dem das Konzert eröffnet wurde, lieferte zugleich den Titel der Veranstaltung. In diesem Tempo ging es weiter mit einer böhmischen Polka von Ladislav Kubesch und dem Stück "Erinnerungen an Brünn". Bei der beschwingten Walzermelodie "Es war im Böhmerwald" begannen die Zuhörer zu schunkeln. Klassische Töne schlug die Trachtenkapelle bei der von Joe Grain bearbeiteten Fassung der "Barcarole" aus "Hoffmanns Erzählungen" an. Die darauf folgende Komposition "Blaue Augen" gehörte einst zum Standardprogramm von Ernst Mosch und seinen Egerländern. Ein Paradestück des Weltmeisters der Blasmusik, Vlado Kumpan, ist die "Jany-Polka", die ebenso zu Gehör kam wie die "Amsel-Polka", ein selbst in großen Konzertsälen häufig gespieltes Meisterwerk für Xylophonspieler. Mit dem Walzer "Rauschende Birken" endete der erste Teil des Blaskonzertes. Es folgte einhalbstündiger Auftritt des "Mühlenhof-Express". Dahinter verbirgt sich ein Akkordeon-Quartett, das ebenfalls Volkstümliches erklingen ließ. Die Trachtenkapelle setzte ihre Darbietungen fort mit dem ungewöhnlich benannten Marsch "Textil Akku". Von dem deutschen Komponisten Norbert Gälle stammt die darauf folgende Polka "Böhmischer Traum". Eine Aufforderung zum Mitsingen und Schunkeln war die Melodienfolge "Vom Egerland zum Moldaustrand". Zu diesem Potpourri gehörten "Rosamunde" und die "Herz-Schmerz-Polka". Mit "Pfeffer und Salz" und der Borsicka-Polka von Freek Mestrini verabschiedete sich das beliebte heimische Blasmusikensemble, das seine Anhängerschar auch diesmal wieder nicht enttäuscht hat und dessen Entwicklung durchaus noch einige Überraschungen verspricht.

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