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21 Künstler verkaufen bei Basar Kreatives zu Gunsten des Frauenhauses Schaumburg

"Die Arbeit der AWO ist unverzichtbar"

Bückeburg (jp). Eine gute Tradition hat die Arbeiterwohlfahrt mit ihrem diesjährigen Kunstbasar in Bückeburg fortgesetzt. Zum 16. Mal richtete der AWO-Kreisverband diesen Verkauf von Kunstprodukten vieler heimischer Künstler in der Landfrauenschule Bückeburg aus. 21 Künstlerinnen und Künstler boten dabei ihre Arbeiten in Form von Keramik, Holzschnitzereien, Aquarellen, Modeschmuck, Seidenmalereien, Fotoarbeiten oder Schmiedekunst an.

An den Ständen können Kunden hübsche Dinge erwerben. Foto: jp

Der Erlös kommt wie in jedem Jahr dem Frauenhaus in Stadthagen zugute. Mitglieder der AWO hatten für die Veranstaltung ein großes Kuchenbüfett vorbereitet. Musikalisch wurde der Basar vom Wiener Trio der Kreisjugendmusikschule begleitet. Ein solcher Basar sei der richtige Weg, um in der heutigen Zeit an Spenden für eine Einrichtung wie das Frauenhaus zu gelangen, erklärte Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier in seinem Eröffnungsgrußwort. Die Veranstaltung, so Schöttelndreier, komme allen Beteiligten zugute: den Künstlern, die sich mit ihrer Arbeit präsentierten ebenso wie den Käufern, die etwas Schönes für sich erwerben könnten, und vor allem natürlich dem Frauenhaus. Der Landrat wies darauf hin, dass der Landkreis weiterhin das Frauenhaus mit 154 000 Euro und die allgemeine Arbeit der Arbeiterwohlfahrt mit weiteren 105 000 Euro bezuschussen werde. Es sei bemerkenswert, so Schöttelndreier, dass diese Geldmittel des Landkreises auch angesichts der Haushaltslage der öffentlichen Kassen von keiner politischen Partei in Frage gestellt würden. "Die Arbeit der Arbeiterwohlfahrt ist für uns in vielen Bereichen unverzichtbar. Gäbe es die AWO nicht, müsste der Landkreis ein Vielfaches an Kosten für diese Aufgaben selbst aufbringen." Edeltraut Müller, Vorsitzende des Frauenhaus-Beirates, dankte allen Beteiligten für das Gelingen des Basars. Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses bewältigten täglich schwere und belastende Probleme, so Müller. Seit dem Wegfall einer halben Erzieherstelle im Juli 2004 sei nur noch eine Erzieherin mit 30 Stunden wöchentlich im Haus. Hinzu kommen drei Sozialarbeiterinnen. Dies sei eine deutliche Auswirkung der Spaßmaßnahmen, deren Sachzwänge kritischer hinterfragt werden müssten. Trotz aller Kürzungen werde weiterhin außerhalb der Dienstzeiten eine Rufbereitschaft organisiert, die eine Aufnahme rund um die Uhr ermögliche. "Ich glaube, wir können gar nicht nachvollziehen, was die Mitarbeiterinnen damit leisten." Seit seinem Bestehen habe das Frauenhaus 979 Frauen und 1154 Kindern Zuflucht vor Gewalt geboten. "Diese Zahlen sind ein deutlicher Beleg dafür, wie dringend notwendig das Frauenhaus weiterhin ist."

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