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Didel-Dadel-Dum bringt „Die Kleinstädter“ auf die Bühne

Beber-Rohrsen. „Das konnten wir uns mit dem Blick auf Bad Münder dann doch nicht entgehen lassen“, erklärt Regisseurin Peggy Zawilla. Zusammen mit ihrem Mann Stefan und gut 30 Theaterbegeisterten bereitet sie derzeit die Premiere der 16. Spielzeit am kommenden Wochenende vor. In diesem Jahr steht statt des bei Didel-Dadel-Dum heißgeliebten Shakespeares August von Kotzebues ,Die Kleinstädter‘ auf dem Programm.

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Autor:

Christoph Huppert

Der 1761 geborene deutsche Dramatiker August Friedrich Ferdinand von Kotzebue war Zeitgenosse Goethes und Schillers und ein absoluter Publikumsliebling. Seine Ermordung am 23. März 1819 war Anlass für die repressiven Karlsbader Beschlüsse, die die Ära der Restauration und das System Metternich einleiteten.

„Es geht darum, dass Menschen ihren Wert nicht aus Titeln, Statussymbolen oder Image herleiten sollen“, so Zawilla. „Das ist ja auch in veränderter Form heute noch von Bedeutung.“ Die gesellschaftskritischen Momente des Stücks hat Stefan Zawilla wie immer behutsam adaptiert und mit einem ordentlichen Schuss des Didel-Dadel-Dum-typischen Humors durchsetzt.

Auf der Bühne stehen auch diesmal wieder bewährte Kräfte, allen voran Kim Kurosch, die die weibliche Hauptrolle spielt. Aber auch Johanna Abend als sehr wandlungsfähige Oma und Torben Holle werden mit von der Partie sein.

Der Stoff hat absolute Lustspielqualität: ein Kleinstadt-Bürgermeister hat es geschafft, einen begehrten Gerichtsprozess für seinen Ort an Land zu ziehen, und nun feiert man den Erfolg mit einem Fest. Dabei soll seine Tochter gleich mit dem Wunschkandidaten verheiratet werden, die aber will ihn nicht. Als dann ein junger Mann auftaucht, vermutet das Volk in ihm gar den König inkognito und die Verwechslungen nehmen ihren Lauf. „Jede Menge Situations- und Verwechslungskomik, mit Tiefgang und zeitkritischen Seitenhieben“, verspricht Peggy Zawilla.

Die Doppelpremiere in der Mehrzweckhalle in Beber findet am kommenden Sonnabend um 19 Uhr und am Sonntag um 17 Uhr statt. „Reservierungen sind sehr erwünscht“, so die Regisseurin. Für beide Aufführungen gibt es noch einige Karten, die unter www.didel-dadel-dum.de reserviert werden können. Der Eintritt ist wie immer frei, Spenden werden gerne gesehen.

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