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Grenzwerte werden oft deutlich überschritten

Dicke Luft in Schulen – wegen zu viel CO2

IIn Klassenräumen qualmen nicht nur die Köpfe – auch die Kohlendioxid-Belastung ist oft viel zu hoch, hat der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) festgestellt. Untersuchungen an Schulen in München, Berlin, Stuttgart und Hannover hätten ergeben, dass insbesondere während der Heizperiode die Grenzwerte für eine zulässige CO2-Konzentration in den Klassenzimmern in 80 Prozent der Unterrichtszeit deutlich überschritten werden. Der Hinweis „Fenster auf“ hilft nur wenig. In den meisten Schulen können aus Unfallversicherungsgründen die Fenster nur noch in Kippstellung geöffnet werden.

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Damit lässt sich zwar ein Klassenraum im Winter schnell auskühlen, einen wirksamen Luftaustausch erreicht man jedoch nicht – dafür wird aber teure Heizenergie verschwendet. Der BDH ebenso wie das Umweltbundesamt (UBA) empfehlen daher, dass Schulgebäude über eine Lüftungsanlage verfügen sollten, um die CO2-Werte zu reduzieren. Diese arbeiten zugluftfrei und versorgen Räume permanent mit frischer Luft.

Die allgemein anerkannte Lüftungsnorm (DIN 13779) gibt den Maßstab vor: Demnach darf eine niedrige Raumluftqualität lediglich einen CO2-Anteil von 1500 ppm („parts per million“) aufweisen. Die Realität an deutschen Schulen verhält sich anders: Bei regelmäßigen Stichproben lagen laut Aussage des BDH die Spitzenwerte zwischen 4000 und 7000 ppm nach drei Stunden Unterricht.

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