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Münderscher Ortsverband schickt Brief an niedersächsische Kultusministerin und Landtagsfraktionen

DGB: Forderung nach optimaler Förderung

Bad Münder (st). Optimale Förderung, Schulsozialarbeit und eine Ausweitung von Ganztagsangeboten fordert der DGB-Ortsverband Bad Münder von Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann. Einen Brief mit insgesamt acht Empfehlungen haben die Gewerkschafter außerdem an sämtliche Fraktionen des Landtages geschickt.


Das Schreiben ist das Ergebnis des schulpolitischen Forums „Pisa, Pisa und was nun?“, das der DGB kürzlich organisiert hatte, um gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Eltern über die Lage in der Kurstadt zu diskutieren.

„Grundsätzlich muss jedes Kind von Geburt an in den Familien und staatlichen Betreuungs- und Bildungsinstitutionen individuell optimal gefordert und gefördert werden“, beginnt der Brief und greift damit gleich eine der wichtigsten Gedanken des Forums auf. Hier hatte der stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Michael Strohschein, deutlich gemacht, dass es sich die Gesellschaft nicht leisten könne, „Kinder im Regen stehen zu lassen“.

Um diese Forderung zu unterstützen, sollte zusätzlich die Schulsozialarbeit an allen Schulformen ausgebaut werden. „Völlig unverständlich finden wir es, dass gerade in der heutigen Zeit mit immer mehr Konflikt- und Grenzfällen innerhalb der Schülerschaft die Stellen für Schulpsychologen und die Anrechnungsstunden für Beratungslehrer ausgedünnt werden“, so die Gewerkschafter.

Um Kinder aus Problemfamilien „aufzufangen“ ist für den DGB die Ausweitung des Ganztagsangebotes „unumgänglich“. Dem vermehrten Unterrichtsausfall müsse durch „Reservepotenziale“ entgegengewirkt werden.

Die Forderungen nach neuen Wegen im Fachbereich Arbeit-Wirtschaft-Technik, Plänen für den Erhalt kleiner Grundschulen, kleineren Gruppen in Kindertagesstätten und verbindlichen Standards für Krippen und Kitas vervollständigen den Katalog. Abschließend heißt es in dem Brief: „Wir bitten Sie, unsere Forderungen möglichst zeitnah in Ihre schulpolitischen Planungen einzubeziehen und umzusetzen.“

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