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Jugendparlament fühlt sich übergangen

Devriel: "Ich krieg hier von gar nichts etwas mit"

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Das Jugendparlament fühlt sich von Politik und Verwaltung nicht genügend einbezogen. Der Jugendbürgermeister gibt an, keine Informationen über politische Entscheidungen zu bekommen. Auch die Vorschläge der Parlamentarier würden nicht berücksichtigt.

Das Jugendparlament sei noch aktiv, versichert Jugendbürgermeister Daniel Devriel. Auch wenn keine öffentlichen Sitzungen abgehalten wurden, habe das Parlament gearbeitet. Das letzte Projekt sei eine Konzeptplanung für ein Ganztagsangebot für die Stadtschule gewesen. Dies sei der Rektorin übergeben worden. Dass die Jugendpolitiker die Gremien derSamtgemeindeorgane nicht besuchen, liege daran, dass sie keine Einladungen erhielten. "Wir haben bis heute nicht eine Einladung bekommen", sagt Devriel. Er habe eine E-Mail von einem Mitstreiter bekommen, in der habe gestanden: "Schade, dass wir von der Stadt übergangen werden." Das kann sich Sandra Babin nicht vorstellen. Sie ist in der Samtgemeindeverwaltung das Bindeglied zwischen Jugendparlament und Verwaltung. "Die müssten doch im Verteiler sein", sagt Babin. Sie hat im Rathaus nachgeforscht und herausbekommen, dass immer Einladungen an die jeweiligen Jugendparlamentarier verschickt worden sind - allerdings nur an die Gremien, die für Jugendfragen relevant sind und nur an die Parlamentarier, die für den jeweiligen Ausschuss als Beisitzer benannt worden sind. Jana Bredemeier beispielsweise sei laut Protokoll auch erschienen. "Ich krieg' hier von gar nichts etwas mit", sagt Devriel. "Das einzige, das wir erfahren haben, ist, dass die Stelle gekündigt wurde", sagt er zur Kündigung von Jugendpflegerin Tanja Kluge. Er habe aber noch nichts davon gehört, dass diese jetzt mit Raphael Brand besetzt sei, sagte er auf Anfrage. Neu ist für Devriel auch, dass der Jugendausschuss des Samtgemeinderates das Thema Jugendpflege in Stadt und Samtgemeinde in das Jugendparlament verwiesen hat. Babin erklärt das damit, dass das Thema noch im Samtgemeindeausschuss behandelt wird. Dieser könne ja durchaus zu einem anderen Ergebnis kommen. Die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Jugendparlament wird deshalb Thema bei der nächsten Sitzung des Jugendparlaments sein, kündigt Devriel an. Babin will sich die Sorgen der Nachwuchspolitiker anhören. "Wenn Bedarf da ist, werde ich das tun", sagt sie. Es könne sein, dass die betreffenden Jugendlichen noch mehr Unterstützung im Umgang mit Rat und Verwaltung brauchten.

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