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"Sehend und Sehend": 77. Kunstausstellung in der Wandelhalle zeigt Arbeiten von Irmtraud Eichner und Jens Hallfeldt

Details und Strukturen werden sichtbar und erfahrbar

Bad Eilsen (kk). Irmtraud Eichner und Dr. Jens Hallfeldt machen Details und Strukturen sichtbar und erfahrbar, von denen viele Betrachter bisher gar sich wussten, dass es sieüberhaupt gibt. Die Malerin aus Porta Westfalica und der Fotograf aus Nienstädt lernten sich über ihr gemeinsames Interesse an dem Spezialgebiet der Mikroskopie kennen. Daraus entstand der Entschluss, eine gemeinsame Ausstellung zu konzipieren. Die ist unter dem Motto "Sehend und Sehend" vom 18.Dezember bis zum 1. Februar in der Wandelhalle des Fürstenhofes in Bad Eilsen zu seh en.

Auf den ersten Blick erscheinen die Werke der beiden völlig unterschiedlich, bei genauerem Hinsehen jedoch erkennt der Betrachter Gemeinsamkeiten wie die spezielle Sichtweise und die Liebe zum Detail. Irmtraud Eichner arbeitet mit vielen Maltechniken von Radierung bis Aquarell, ihre große Liebe gehört aber der Ölmalerei. Eine kompromisslose Farbgebung unterstützt die Aussage, der Blick wird auf ein klar definiertes Zentrum gelenkt. Nach dem Abitur studierte Frau Eichner an der Kunstakademie in München, später wechselte sie ins Lehramt. Seit 1979 gab es zahlreiche Ausstellungen, die Künstlerin war auch schon einmal in Eilsen vertreten. Jens Hallfeldt entführt den Betrachter in die faszinierende Welt des Mikrokosmos. Der Objektträger des Mikroskopes wird zur Bühne für Zieralgen oder Sonnentiere. Hier werden auch verborgene Details ganz alltäglicher Dinge, etwa einer Vogelfeder, sichtbar. Manche der durchaus natürlichen Strukturen muten wie Szenenbilder aus einem Science-Fiction-Film an. Schon seit seiner Jugend begeistert sich der in Bückeburg geborene Chemiker für Mikroskopie und Fotografie. Doch erst die Begegnung mit der faszinierenden Welt des Planktons und der Algen brachte Hallfeldt zur Mikrofotografie. Die 77. Kunstausstellung in der Wandelhalle wird am Donnerstag, 18. Dezember, um 19 Uhr eröffnet. Die Matinee wird musikalisch am Klavier begleitet. Anschließend ist die Ausstellung bis zum 1. Februar täglich von 8 bis 22 Uhr geöffnet.

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