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Kranz-Team ist der Zeit voraus / Guter Start ist für die Eintracht wichtig

Der TSV Eintracht Bückeberge wird die Spitze nicht kampflos hergeben

Frauenfußball (pm). So eine Winterpause hat man sich beim TSV Eintracht Bückeberge gewünscht. Zu träumen gewagt hatte aber niemand, dass das Bezirksligateam schon in der ersten Saison nach dem Altersumbruch die Herbstmeisterschaft gewinnt und auch zu Weihnachten noch an der Tabellenspitze steht.

Der Klubvorsitzende Jürgen Bekemeier freut sich über die Entwicklung, ist sich aber der Situation des jungen Teams durchaus bewusst. "Wir wollen in die Bezirksoberliga, um unseren Talenten eine Perspektive zu bieten. Der Aufstieg muss aber noch nicht unbedingt in dieser Saison geschafft werden", sagt er. Die Elf habeschließlich noch viel Zeit, sich zu entwickeln. Fast 80 Prozent der aktuellen Bezirksliga-Mannschaft sind 20 Jahre und jünger. Ein Umstand, der die beachtlichen Leistungen der Hinrunde nicht erwarten ließ. Vor allem die beiden 2:1-Kampfsiege gegen die direkten Verfolger 1. FFC Hannover und TuS Kleefeld Ende November/Anfang Dezember ließen aufhorchen. Sie machten dem Trainer Uwe Kranz aber auch deutlich, "dass unsin der Rückserie niemand mehr unterschätzen wird." Darum werde es wichtig sein, wie das Team am 25. Februar bei der SG Schamerloh II (Hinspiel 7:1) aus den Startlöchern kommt. "Wir haben gleich mehrere Spiele mit sieben oder acht Toren gewonnen und dürfen nicht auf die Idee kommen, dass die Rückspiele automatisch genauso ausgehen werden. Wir werden sehr viel dafür tun müssen, dass wir uns an der Spitze halten können", sagt der Coach. Das Motto der Eintracht "Wir sind ein Team" haben die beiden Mannschaften des Klubs gut umgesetzt. "Die Stimmung untereinander ist super. Das hat mir auch die Zusammenstellung der Bezirksligaelf erleichtert", sagt Kranz. Auch die einzige wirklich neue Spielerin im Kader, Bianca Kasseck, die aus Bückeburg kam, habe sich hervorragend in den Kader eingefügt. Nun müsse aber der nächste Schritt folgen. "Die Spielerinnen der Kreisliga-Elf fügen sich zu leicht in ihre Reservistenrolle", moniert der Trainer. "Sie müssen sich im Training mehr anbieten und mir meine Entscheidungen erschweren. Konkurrenz belebt das Geschäft. Das würde beiden Teams helfen", sagt der Trainer. Sein Potenzial zeigte der Kader einmal mehr, als mit Torjägerin Alexandra Monscheuer eine Leistungsträgerin den Klub im Oktober in Richtung München verließ, und das Team die entstandene Lücke sportlich sofort schließen konnte. Im Winter kam mit Nicole Gräbe eine sehr erfahrene Spielerin vom ASC Pollhagen-Nordsehl zum TSV, die ihre Rolle im Team aber noch nicht ganz gefunden hat. Außerdem erhielten zehn Juniorinnen ihre Spielgenehmigung für die Frauenteams. Sie sollen langsam an den Spielbetrieb herangeführt werden, auch wenn gleich mehrere viel versprechende Talente darunter sind. "Ins kalte Wasser geworfen wird bei uns niemand", sagt der Trainer, auch vor dem Hintergrund, dass er derzeit mit Ricarda Stockhorst, Inka Schütt, Michelle Dethlof, Karina Kasseck und Franziska Röpke gleich fünf Spielerinnen beklagen muss, die in der Halle Blessuren davon getragen haben. "Die meisten sind auf einem guten Weg der Besserung und können zum Start wieder eingreifen", sagt Kranz. Das ist auch nötig, denn, das stellt der Trainer klar: "Auch wenn wir nicht aufsteigen müssen - kampflos werden wir den ersten Platz sicher nicht hergeben."

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