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Morgen beginnt für mündersche Grundschüler das neue Schuljahr

Der Tag der letzten Handgriffe

Bad Münder. Dass sich Schüler nach sechs Wochen Sommerferien wieder auf die Schule freuen, ist keineswegs selbstverständlich. Dass Schüler in ihren letzten Ferientagen aber sogar freiwillig mit ihren Eltern die Schule betreten, zeugt von echter Vorfreude und einer großen Portion Neugier. Kurz vor dem Umzug in die hergerichteten Räume an der Wallstraße haben sich viele Kinder bereits ein Bild von dem Schulgebäude gemacht, in das sie morgen früh einziehen werden.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Dass in vielen Bereichen noch Handwerker unterwegs sind, versetzt weder Schulleiter Christoph Schieb noch Architekt Joachim Riemer, der die Sanierungsarbeiten für die Kreissiedlungsgesellschaft plant und begleitet, in Aufregung. „Fertig“, sagt Riemer – das, was noch an Restarbeiten notwendig ist, fällt kaum ins Gewicht. Und auch Schieb zeigt sich überaus zufrieden mit dem Stand der Arbeiten. „Es sind noch tausend Kleinigkeiten, die besprochen und erledigt werden müssen. Aber ich bin ganz froh, dass es beispielsweise in gestalterischen Fragen noch Möglichkeiten gibt und sich die Kinder noch einbringen können“, sagt er.

Der Aufnahme des regulären Schulbetriebes stehe jedenfalls nichts im Weg, und beginnen will die Grundschule gleich am ersten Tag mit einem verlässlichen Ganztagsangebot. Dazu gehört auch die Mensaverpflegung – und wenn auch gestern noch letzte Anschlüsse in der Küche hergestellt werden mussten, so soll morgen bereits dort das Essen verteilt werden.

Das Mobiliar aus dem Grundschulgebäude an der Kellerstraße ist auf die neuen Räume verteilt worden, in den vergangenen zwei Wochen haben die Lehrer und Mitarbeiter die Räume eingerichtet und alles für den ersten Schultag vorbereitet. Tausende Meter Kabel sind ebenfalls verlegt worden, aus dem Schulbudget ist erheblich in die EDV-Ausstattung investiert worden. Zahlreiche heimische Unternehmen haben die Schule durch Spenden oder Sonderpreise unterstützt.

Rechtzeitig fertig geworden ist auch die Bushaltestelle im Laurentiusweg, die Schülern ein gefahrloses Ein- und Aussteigen in unmittelbarer Nähe zur Schule ermöglicht. Dennoch geht es morgen früh zu Fuß zur Schule: Um 8 Uhr treffen sich Schüler und Lehrer noch einmal an der Kellerstraße, dann geht es gemeinsam durch die Stadt an die Wallstraße. „Ein Umzug mit Pauken und Trompeten“, kündigt Schieb an. Er weiß aber auch um den emotionalen Aspekt des Aufbruchs an der Kellerstraße: „Das wird nicht nur Kindern nah gehen. Wir verlassen auch ein Schulgebäude mit Charme, ein Gebäude, das Geschichte geschrieben hat. So etwas legt man nicht eben ab.“

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