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Es muss davor gewarnt werden, mit bloßem Auge oder mit einem Fernrohr in die Sonne zu sehen. Erblindungsgefahr!

Der Sternenhimmel im Januar ist der schönste im Jahr

Von Peter Stöver
Die Erde steht am 3. Januar mit 147,1 Mio. Kilometern im Perihel (Sonnennähe) und somit fünf Mio. Kilometern näher an der Sonne als im Aphel (Sonnenferne) Anfang Juli. Sehr oft folgt nach einer Mondfinsternis eine Sonnenfinsternis oder umgekehrt, so auch am 4. Januar 2011 nach einer Mondfinsternis im Dezember 2010. Für Dewezet-Leser geht die Sonne um 8.25 Uhr auf und ist dann schon zu 16 Prozent durch den Neumond bedeckt.

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Von Peter Stöver

Die Erde steht am 3. Januar mit 147,1 Mio. Kilometern im Perihel (Sonnennähe) und somit fünf Mio. Kilometern näher an der Sonne als im Aphel (Sonnenferne) Anfang Juli. Sehr oft folgt nach einer Mondfinsternis eine Sonnenfinsternis oder umgekehrt, so auch am 4. Januar 2011 nach einer Mondfinsternis im Dezember 2010. Für Dewezet-Leser geht die Sonne um 8.25 Uhr auf und ist dann schon zu 16 Prozent durch den Neumond bedeckt. Das Maximum der Bedeckung zu 71 Prozent findet um 9.22 Uhr statt. Um 10.45 Uhr verlässt der Neumond die Sonnenscheibe am linken Rand, und die partielle Sonnenfinsternis ist beendet. Es muss immer wieder davor gewarnt werden, mit bloßem Auge oder mit einem Fernrohr in die Sonne zu sehen. Erblindungsgefahr! Der optische Fachhandel bietet ausreichenden Schutz fürs Auge an, oder man bohrt mit einer Nadel ein Loch in ein Stück Karton und lässt das Sonnenlicht durch das Loch auf ein Stück weißes Papier fallen. Das Papier zeigt dann die partiell verfinsterte Sonne (Prinzip der Lochkamera).

An Januarabenden gegen 20 Uhr ist bis in die späte Nacht hinein der schönste Himmel des Jahres zu bewundern. Halbhoch am Südhimmel strahlt das Sternbild Orion (der Himmelsjäger). Orion bildet ein großes, auf der kleinen Seite stehendes Rechteck, das in der Mitte von drei in einer Reihe leuchtenden Sternen wie durch einen Gürtel eingeschnürt wird. Links unterhalb der drei Gürtelsterne hängt der Dolch des Himmelsjägers. Er wird von einer ganzen Anzahl von Sternen gebildet. In der Mitte dieses Dolches leuchtet der 1500 Lichtjahre entfernte Wasserstoffgasnebel M42, aus dem sich laufend neue Sterne bilden. Der gelbe Hauptstern im Stier, Aldebaran das Stierauge, steht vor dem Sternhaufen Hyaden. Rechts oberhalb der Hyaden sieht der Beobachter das Siebengestirn, die Plejaden. Ein Horn

des Stieres weist vom Aldebaran aus in nordöstliche Richtung nach oben in das unregelmäßige Fünfeck des Fuhrmannes. Hoch, fast im Zenit, strahlt die helle Kapella als hellste Ecke im

Fünfeck. Östlich, etwas tiefer als der Fuhrmann, leuchten die Zwillinge mit den fast gleich hellen Sternen Castor und Pollux.

Der Abendhimmel zeigt im Westen den hell strahlenden Jupiter im ruhigen Licht, ganz im Gegensatz zu Sirius, der im Südosten in allen Farben funkelt. Die drei Gürtelsterne des Orions weisen auf den Sirius hin. Im guten Fernglas sind die vier Monde des Jupiters zu beobachten und der winzige blaugrüne Punkt des Uranus auszumachen. In der zweiten Nachthälfte strahlt Saturn nicht weit von Spika in der Jungfrau. Venus, im Südosten, leuchtet hell als Morgenstern. Besonders schön ist der Anblick am 30. Januar um 6 Uhr mit der unterhalb der Venus stehenden schmalen, abnehmenden Mondsichel.

Mondphasen: 4. Januar: Neumond (part. Sonnenfinsternis), 12. Januar: erstes Viertel, 19. Januar: Vollmond, 26. Januar: letztes Viertel.

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