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SPD will viel Geld ausgeben / Opposition setzt auf naturnah

Der Spielplatzstreit schwelt weiter - kann Benjes helfen?

Helpsen (jl). Wenn der Gemeinderat am Donnerstag dieser Woche den Haushalt für 2008 verabschiedet, wird wohl auch wieder das Konfliktthema Spielplätze auf den Tisch kommen. Bei diesem stehen zwei ganz unterschiedliche Ansätze im Raum: Die SPD-Mehrheit möchte viel Geld für teure Geräte ausgeben, die Opposition setzt auf naturnahes Spielen.

50 000 Euro für Spielplätze stehen im Haushaltsentwurf, der am Donnerstag zum Haushaltsplan werden soll. 40 000 davon sind für den Bau eines Spielplatzes im Südhorster Baugebiet "Kleefeld" vorgesehen, und von den restlichen 10 000 Euro sollen nach den Vorstellungen von Bürgermeister Adolf Neitsch (SPD) und Mitstreitern für neue Geräte für den Spielplatz hinter dem Feuerwehrgerätehaus an der Riepackerstraße in Helpsen ausgegeben werden. Was konzeptionell auf diesen Spielplätzen geschehen soll, wurde nur ansatzweise in den Ratsgremien diskutiert. Immer wieder haben sich dabei die SPD-Mehrheit und die Opposition aus CDU und dem Grünen Friedrich Deventer in die Wolle gekriegt. So ist es der Opposition bislang nicht gelungen, ihr inzwischen modifiziertes Spielplatzkonzept zum Diskussionsgegenstand zu machen. So wurde CDU-Sprecherin Martina Lohmann in einer Sitzung des Bauausschusses das Rederecht mit der Begründung verweigert, sie gehöre dem Ausschuss nicht an. So wird wohl mit der Abstimmungüber den Haushalt auch die Entscheidung über Spielplatz-Aktivität und die Konzepte fallen. Deventer merkte dazu auf Anfrage an, dass keines der wichtigen Themen des Haushalts durch Sitzungen der Fachausschüsse vorbereitet worden ist. Wie die Entscheidung am Donnerstag auch ausfällt:. Die Opposition scheint nicht müde zu werden, eigene Akzente zu setzen. Die sieht Lohmann in möglichst naturnahen Spielplätzen, die unter der Mitsprache und der Mitwirkung von Eltern und Kindern erstellt werden sollen. Dazu gebe es im Fall Kleefeld Bereitschaft. Nach Lohmanns Schätzung würde ein Natur-Spielplatz im Neubaugebiet nur rund 10 000 Euro kosten. Um diesen Ansatz noch besser darzustellen, holt sich die Opposition fachmännische Schützenhilfe. So wird Heinrich Benjes am Freitag, 22. Februar, um 19 Uhr in der Südhorster Sportpark-Gaststätte über die Bedeutung naturnahen Spielens für die kindliche Entwicklung referieren. Benjes (bekannt durch die Benjes-Hecke) ist der Begründer der so genannten Holunderschule. Diese vom Land Niedersachsen unterstützte Einrichtung berät bei der (Um-) Gestaltung von Spielplätzen und Schulhöfen.

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