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Der richtige Weg

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite
Das Volks- und Schützenfest ist nicht tot.

Es lebt, trotz aller Probleme der letzten Jahre. Trotz der Verbannung auf den Festplatz am Ortsrand, trotz der Debatten um die Zukunft, trotz des Hin und Hers beim Programm: Die Springer feiern. Fünf Vereine stellen im Wechsel ein mehrtägiges Programm auf die Beine. Beim großen Umzug machen hunderte Ehrenamtliche mit und zeigen, was Springe hat.

Aber: Das Volks- und Schützenfest hat auch ein Problem. Bei einigen Programmpunkten bleiben die Ausrichter und Stammgäste inzwischen weitgehend unter sich. Das Volksfest wird zum Vereinsfest.
Das hat viele Gründe. Einer ist, dass die Kernstadt zu groß ist, um das Zusammenhaltsgefühl kleinerer Orte wie Eldagsen zu erzeugen. Es ist leichter, sich hier aus dem gesellschaftlichen Geschehen auszukoppeln.

Auch der Spielmannszug hat dieses Problem erkannt. Und die Konsequenzen gezogen. Dabei geht es gar nicht um Themen wie den vierten Veranstaltungstag samt Katerfrühstück am Montag, das Feuerwerk, den Kinderumzug. Kann man alles machen. Muss man nicht.

Der richtige Weg ist es zum Einen, die Vereine, die Engagierten enger zusammenzuführen und einzubinden. Weniger eigene Süppchen zu kochen, mehr Synergien zu schaffen. So wird das Programm vielfältiger, die Last für die Einzelnen kleiner. Zum Anderen muss es mehr Angebote geben für die, denen das Schützenwesen oder die Feier im Zelt nicht zusagen. Familien zum Beispiel, die dieses Jahr nicht nur am Sonntag beim Festumzug ein attraktives Angebot bekommen sollen, sondern auch am Sonnabend. Nur so kommt das Volk zum Fest. Und das Fest zum Volk.
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