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Tibetische Klangschalen und Märchen für Erwachsene

Der reine Klang und seine Wirkung

Obernkirchen (jaj). Tibetische Klangschalen und Märchen für Erwachsene gab es im Café im Sonnengarten. Die Heil- und Klangpädagogin Martina Jaekel entführte rund 40 Gäste mit selbst geschriebenen, märchenhaften Kurzgeschichten und dem Klang ihrer Schalen in längst vergessene Kindheitstage.

Ein eingespieltes Team: Während Martina Jaekel aus ihren Geschic

"Das gesprochene Wort soll durch die Klänge der Schalen eine nachklingende Wirkung erhalten und durch diese ergänzt werden", erklärt Jaekel. Dadurch soll erreicht werden, dass die Zuhörer nicht nur hören, sondern auch fühlen und das Erlebte mit mehreren Sinnen wahrnehmen. "Am Besten funktioniert das in der Körpertherapie, wenn der Patient die Schalen in der Hand hält", erklärt die Expertin. Doch auch der reine Klang hat schon immense Wirkung: Der Duft von Zimt und Vanille scheint in der Luft zu liegen, wenn die Pädagogin in ihren Geschichten von Zimtsternen und Vanillekipferl spricht. Die Tibetischen Klangschalen, die die Hamelnerin verwendet, werden aus sieben bis zwölf verschiedenen Metallen gefertigt. Je nach Größe der Schale variiert auch der erzeugte Ton. "Die Klänge sollen eine Einheit mit der Geschichte bilden und so ihre entspannende Wirkung entfalten", erklärt Jaekel, die sich bereits seit zehn Jahren mit den Klangschalen beschäftigt. Momentan arbeitet sie zweimal wöchentlich therapeutisch mit einer Kindergruppe im Bückeburger Haus des Kindes. Während der einzelnen Kurzgeschichten, in denen meistens Tiere die Hauptrollen spielen, ist es im Publikum mucksmäuschenstill. Nur die Stimme der Pädagogin und die Töne der verschiedenen Schalen, alle unterschiedlich hoch, sind zu vernehmen. Erst wenn die Geschichte beendet ist, zeigt der Applaus der Besucher, dass Märchen nicht nur etwas für Kinder sind, sondern auch Erwachsene in ihren Bann ziehen können. "Im Land des Klangzaubers" war die letzte Kulturveranstaltung im Café am Sonnengarten. Und auch dieser Abend hat deutlich gezeigt, dass Obernkirchen nun auf eine feste kulturelle Adresse verzichten muss.

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