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Andreas Seidel: „Nach dem Stand der Dinge muss ich die Einrichtung zum 30. Juni 2011 schließen“

Der Jugendmusikschule droht das Aus

Bad Münder (st). Es wäre ein herber Verlust für die Kulturlandschaft Bad Münders: Der Jugendmusikschule (JMS) droht laut Vorsitzenden Andreas Seidel das Aus. Mehrere Faktoren seien jetzt zusammengekommen, die den JMS-Chef schwarz sehen lassen: „Nach dem derzeitigen Stand der Dinge muss ich die Musikschule zum 30. Juni 2011 schließen.“


Die Rahmenbedingungen des Betriebes hätten sich in verschiedenen Bereichen derart verschlechtert, dass Seidel einen Großteil seiner noch vor Kurzem gehegten Hoffnungen wieder verloren hat. „Es ist nicht nur die dauerhafte Absenkung der Zuschüsse durch die Stadt“, sagt Seidel. Das sei seit Längerem bekannt. Vielmehr hatte der Vorsitzende auf Unterstützung seitens des Kreises gehofft. „Wir waren guter Hoffnung, dass aus Kreismitteln Gelder fließen würden.“ Doch aufgrund der Haushaltslage des Landkreises ist laut Seidel das Thema wieder vom Tisch. Es sei im Gespräch gewesen, alle drei Musikschulen im Kreis außerhalb Hamelns – in Hessisch Oldendorf, Bad Pyrmont und Bad Münder – mit Zuschüssen zu unterstützen.

Zusätzlich zur Kürzung des Stadtzuschusses und dem Ausbleiben einer Unterstützung durch den Kreis würden Mietforderungen die Einrichtung „unfinanzierbar“ machen, sagt Seidel. „Es geht dabei um Mietzahlungsverpflichtungen für die Nutzung von Räumlichkeiten in der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule oder alternativ in der Astrid-Lindgren-Schule“, so der Vorsitzende. „Die Rücklagen reichen unter diesen Umständen bis Sommer 2011.“

Der Vorstand der JMS will sich in der verbleibenden Zeit nach Möglichkeiten umschauen, das sinkende Schiff noch zu retten. „Das wird sehr, sehr schwierig“, sagt Seidel. Aber natürlich werde das JMSTeam alles tun, sich in erster Linie nach alternativen Räumlichkeiten umzusehen.

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