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Angehende Handwerker zeigen ihre Gesellenstücke / Ausstellung in der Volksbank-Kundenhalle / Preise für "Die gute Form" vergeben

"Der hohe Ausbildungsstand der Tischler kann sich sehen lassen"

Bückeburg (bus). Kathrin Ranke ist die Gewinnerin des von der Tischler-Innung Schaumburg und den Berufsbildenden Schulen (BBS) Rinteln betreuten Wettbewerbs um das beste Gesellenstück des aktuellen Tischler-Abschlussjahrgangs. Die in der Tischlerei Gausmann (Obernkirchen) arbeitende junge Frau setzte sich in der von einer Fachjury aufgestellten Reihenfolge gegen Oliver Kastning (Heine, Niedernwöhren) und Nils Meier (Haus und Holz, Hameln) durch. Eine Gesamtschau der Gesellenstücke wird bis Freitag, 7. Juli, in der Kundenhalle der Volksbank in Schaumburg am Marktplatz in Bückeburg gezeigt.

Oliver Kastning (von links), Kathrin Ranke und Nils Meier belege

Während der Ausstellungseröffnung stellten zahlreiche Fachleute das große handwerkliche Geschick der Alt-Azubis heraus. "Der hohe Ausbildungsstand kann sich sehen lassen", sagte der stellvertretende Landrat Werner Vehling. Peter Menze (Leiter Fachbereich Holz der BBS) machte auf die bemerkenswerte Ideenvielfalt der jungen Tischler aufmerksam. Zahlreiche pfiffige Details erschlössen sich dem Betrachter erst bei genauerem Hinsehen. "Sie haben unglaubliche Leistungen vollbracht", merkte Brigitta Ehlers-Staack an. Dennoch sei es ratsam, in der Entwicklung nicht stehen zu bleiben, unterstrich die Bildungsreferentin beim Landesverband des niedersächsischen Tischlerhandwerks. Ehlers-Staack bildete gemeinsam mit Siegert Beck (selbstständiger Architekt und Designer) sowie Ex-Volksbank-Vorstand Ernst Engelking (nach Auskunft von Menze ein "anerkannter Holzfachmann auf hohem Niveau") das dreiköpfige Expertengremium, das über die Reihung der Preisträger entschied. Die im Rahmen der Aktion "Die gute Form" organisierte Konkurrenz gehört nicht zur eigentlichen Gesellenprüfung. Sie soll den Stellenwert der Gestaltung im Tischlerhandwerk ins Blickfeld rücken. "Die Bewertung erfolgt unter den Gesichtspunkten Originalität, Gestaltungsqualität und Funktionalität", erläuterte Menze. Die Gesellenstücke bestehen überwiegend aus heimischen Hölzern wie Buche, Eiche, Ahorn und Kirschbaum. Vereinzelt finden sich exotische Gewächse wie Bambus und Makassar-Ebenholz. Dem derzeitigen Trend entsprechend findet sich viel dunkles respektive dunkel gebeiztes Holz. Neben etlichen Kleinmöbeln sind Anrichten, Sideboards, ein Bett samt Nachtschrank, ein Schreibtisch und ein Sofa zu sehen. Während der Ausstellung läuft noch ein zweiter Wettbewerb, in dem die Besucherinnen und Besucher eingeladen sind, eine persönliche Rangfolge zu bestimmen. In den vergangenen Jahren hat die Publikumswertung des Öfteren die Arbeiten anderer angehender Gesellen bevorzugt als die Fachjury. Fotos derGesellenstücke sowie weitere Informationen zum Thema Tischlerausbildung in Schaumburg gibt es im Internet unter der Adresse www.bbs-rinteln.de.

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