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Ehemalige Nottmeyer-Mitarbeiter treffen sich / In Herford gibt's noch 28 Beschäftigte / Pokal geht an Günter Meier

Der Abschied von Luhden fiel allen Beschäftigten schwer

Luhden/Schermbeck (sig). Sie halten treu zusammen - die Ehemaligen der seit 2003 nicht mehr existierenden Luhdener Maschinenfabrik Nottmeyer. Etliche sind im Ruhestand, einige arbeiten noch bei der Herforder Firma MAW- Montagetechnik. Wenigstens einmal im Jahr treffen sie sich auf dem Schießstand der Schermbecker Schützen. Natürlich gibt es dort auch einen kleinen Schießspor-Wettbewerb, aber das Wichtigste sind das Wiedersehen und der Austausch von Erinnerungen.

Die ehemaligen Nottmeyer-Mitarbeiter feierten ihr Wiedersehen. R

Zu den Initiatoren der Treffen gehört Heinz Kuhlmann, der über 20 Jahre lang Betriebsratsvorsitzender war. Er wechselte, nachdem sich die Tore in Luhden für immer geschlossen hatten, mit 45 Kollegen nach Herford. Beim dortigen MAW-Betrieb arbeitet er noch heute und ist dort Vize-Betriebsratschef. "Wir produzieren auch in Herford keine Holzbearbeitungsanlagen mehr, sondern sind nur noch für den Service der in Luhden und bei MAW hergestellten Maschinen zuständig", versichert Kuhlmann. In Herford werden allerdings noch Bohrgetriebe produziert. MAW ist heute eine von 13 Töchtern der Homag-Gruppe, mit Hauptsitz im Schwarzwald. Kuhlmann: "Bei Nottmeyer zählte die Belegschaft einst 110 Mitarbeiter, in Herford sind es zurzeit nur noch 28. Die bei uns in Luhden konstruierten und gebauten Maschinen werden jetzt, natürlich weiter entwickelt, in einem der anderen Homag-Tochterbetriebe gebaut." Es war schmerzlich für die früheren Nottmeyer-Mitarbeiter, mitzuerleben, wie die heimische Firma im Verdrängungswettbewerb auf der Strecke blieb. Auch Wilfried Nagel, Chef der Schermbecker Schützen, gehört zu ihnen. Er hatte 1964 mit Kuhlmann und Friedrich Tebbe in Luhden die Maschinenschlosser-Lehre begonnen. Gernöffnete Wilfried Nagel das Schützenhaus und organisierte den Luftgewehr-Wettbewerb um einen Wanderpokal, den 1985 Ex-Firmenchef Horst Nottmeyer gespendet hatte. Vom Vorjahressieger Marcus Struckmeier wanderte die Trophäe diesmal zu Günter Meier, der 92 von 100 Ring erzielte. Nach einer Grillparty wurde anschließend noch reichlich geklönt und vereinbart, sich 2008 erneut zu treffen.

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