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Deborah Brodersen eilt von Erfolg zu Erfolg und träumt von London 2012

"Deborah's Stärken liegen darin, dass sie fast keine Schwächen hat!"

Leichtathletik (olz). Sportbegeistert war sie schon sehr früh. Mit vier Jahren machte sie den Freischwimmer, mit fünf, es lief im Fernsehen die Fußball-Europameisterschaft 1998, kam sie zum Fußball. Nach zwei Jahren "nur Fußball" kam die Leichtathletik beim VT Rinteln dazu.

Deborah Brodersen (r.) jagtüber die Hürden. Fotos: olz

Die 14-jährige Deborah Brodersen, die in ihrem zehnten Lebensjahr zum VfL Hameln wechselte und beim Sylvesterlauf 2003 ihren ersten Wettkampf im Trikot der Leichtathletik Gemeinschaft Weserbergland absolvierte, erreichte mit dem Landestitel im Siebenkampf der Schülerinnen einen weiteren Höhepunkt in ihrer bisher erfolgreichen sportlichen Karriere. Beeinflusst wurde ihre Entscheidung für die Leichtathletik dadurch, dass sie nach der E-Jugend, hier durfte sie mit den Jungs in einer Mannschaft spielen, in reine Mädchen-Mannschaften hätte wechseln müssen. Das wollte die Schülerin des Rintelner Gymnasium Ernestinum aber auf keinen Fall. Noch heute bringt sie gern beim Fußballspielen im Training die Jungs mit ihren Tricks zum Staunen. In der Zeitung hatte sie vielüber die Erfolge der LG-Athleten gelesen und "da will ich auch hin", war ihre Entscheidung. Das bedeutet für "Debbie", wie sie von ihren Freunden gerufen wird, vier Mal in der Woche gleich nach Schulschluss um 15.30 Uhr kurz was essen und dann ab zum Bahnhof in Rinteln in den Zug nach Hameln, vonwo sie mit ihrem City-Roller drei Mal zum Training ins Weserberglandstadion und einmal ins "Rehamed" zum Aufbau-Training düst. "Mit ihrem deutlich vorhandenen Talent hat sie sich in den letzten Jahren sehr positiv auch in den technischen Disziplinen weiterentwickelt", berichtet ihr Trainer Toni Ruscheinsky und fügt hinzu, dass ihre Stärken im Siebenkampf darin liegen, dass sie in keiner Disziplin, egal ob im Sprint, Sprung, Stoß, Wurf oder Mittelstrecke, Schwächen hat. Sie selber fühlt sich bei der Leichtathletik sehr wohl: "Mehrkampf ist so schön, weil viele Disziplinen trainiert werden. Zum Beispiel nur für den Hochsprung zu trainieren, wäre mir zu langweilig", schwärmt Brodersen. Mit ihrem Trainer kommt sie gut klar und schätzt an ihm "dass er meistens gut drauf istund viel Ahnung hat". Dass er manchmal die obligatorische Belohnung (Bonbon) vergisst, verzeiht sie ihm gern. Nach ihren Hobbys außerhalb des Sports gefragt, berichtet sie, dass sie gern Gitarre spielt und am liebsten Pizza isst. Musik hört sie am liebsten im Radio auf "ffn". Nach ihren Zielen in diesem Jahr und ihren Träumen für die Zukunft gefragt, braucht sie nicht lange zu überlegen: "In diesem Jahr möchte ich bei den Deutschen Meisterschaften in Lage unter die ersten Fünf kommen und 2012 nach London zu den Olympischen Spielen fahren." Dazu passt auch ihr sportliches Vorbild, die schwedische Olympiasiegerin im Siebenkampf, Carolina Klüft.

Mit ihrem City-Roller gehört Deborah Brodersen fast schon zum St
  • Mit ihrem City-Roller gehört Deborah Brodersen fast schon zum Stadtbild von Hameln.
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