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Violinist kommt im Seniorenheim "Herminenhof" gut an / Viel Applaus zum Abschluss

David Tebbe brilliert mit großem Konzert

Bückeburg (mig). Mit einem großartigen Konzert hat David-Friedrich Tebbe im Seniorenzentrum Herminenhof brilliert. Als Zugabe spielte der Preisträger einiger Wettbewerbe das "Schlummerlied" des Bückeburger Hofkapellmeisters Richard Sahla.

David Tebbe an der Violine.

Zu Sahla hat Tebbe eine besondere Beziehung. Nicht nur spielte der Schaumburger das "Schlummerlied" als Erster auf CD ein, auch eine seiner Geigen stammen aus dem Besitz des bekannten Musikers. Richard Sahla, der im Jahr 1888 an den Bückeburger Hof kam, galt als einer der besten Geiger seiner Zeit. Den Beginn machte Tebbe aber mit Henryk Wieniawskys (1835-1880) "Polonaise D-Dur op.4". Das Stück des "geigerischen Draufgängers" wurde von Tebbe kongenial interpretiert. Der junge Musiker spielte das kraftvolle Stück mit viel Schwung und Einfühlung, vor allem aber mit starkem Ausdruck. "Wieniawsky ist Begründer der modernen Haltung des Oberams, dadurch hat der Geiger mehr Kraft", so Friedrich-Wilhelm Tebbe, Leiter des Bückeburger Bach-Orchesters. Dieses hohe Anstreichen ließ sich auch bei Tebbe beobachten. Beim nächsten Programmpunkt, der "Sonate A-Dur KV 526" von Wolfgang Amadeus Mozart, tat sich dann Heinz Lengersdorf, der Tebbe am Klavier begleitete, besonders hervor. Im Stück, drei Sätze dominiert das Klavier, vor allem bei den schwierigen Läufen zeigte Lengersdorf sein Können. Richtig Dampf machte Tebbe dann wieder bei Niccolo Paganinis (1782-1840) "I Palpiti". Das Werk des "Teufelsgeigers" geht bei der Geige "an die Grenze des Machbaren", so Friedrich -Wilhelm Tebbe. Das Stück verursache dem Musiker "Herzklopfen". Tatsächlich wird das gesamte Tonspektrum ausgereizt, mal flötet die Geige, mal sägt der Bogen ächzend an den Saiten. Das verspielte Thema mündet in ungeahnte Höhen, steigert sich in aberwitzigem Tempo. Auch bei Paganinis "Cantabile" ließ Tebe den Bogen gekonnt tanzen, man wünscht sich, dass dieser betörende Fluss nie ende. Viel Beifall!

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