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„Das wirft ein gutes Licht auf Bad Münder“

Bad Münder. Ein engagiertes Projekt, daran lässt Andreas Prietzel keinen Zweifel: Bis Ende des Jahres will die Avacon AG weite Teile der münderschen Straßenbeleuchtung modernisieren. Die Stadt hat mit dem Unternehmen einen Vertrag für 20 Jahre geschlossen – jetzt stellte Avacon-Mitarbeiter Prietzel im Planungsausschuss das technische Beleuchtungskonzept vor.

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Rund 3000 Leuchten, im Fachjargon „Lichtpunkte“, verteilen sich über das Stadtgebiet. Was sich die Stadt für die Straßenbeleuchtung wünscht, hatte sie zuvor in einem Katalog zusammengestellt und europaweit zur Ausschreibung gebracht. Wesentlicher Punkt dabei: Die Umstellung auf moderne Technik, die Energieeinsparungen ermöglicht.

Diesen Aspekt stellte auch Prietzel in den Mittelpunkt seiner Vorstellung. Der Beleuchtungsexperte, selbst Münderaner, hatte Zahlen dabei, die die Mitglieder des Bauausschusses sehr aufmerksam zuhören ließen: Rund 2700 alte oder ineffiziente Leuchten will die Avacon bis Ende des Jahres ausgetauscht oder umgerüstet haben – und damit den größten Teil der bisherigen Straßenbeleuchtung. Teilweise werden Leuchten in Bad Münder noch mit Quecksilberdampf-Hochdrucklampen betrieben. Die sind nach Darstellung Prietzels nicht nur ineffizient, sie dürfen nach einer europäischen Richtlinie ab 2015 auch nicht mehr eingebaut werden.

Das Beleuchtungskonzept sieht vor, dass alte Leuchten größtenteils gegen neue LED-Technik ausgetauscht werden. Die dadurch zu realisierenden Energieeinsparungen sind enorm: Bislang werden für Straßenbeleuchtung in Bad Münder – trotz Nachtabschaltung – jährlich eine Million Kilowattstunden verbraucht, wie Fachbereichsleiter Uwe Hünefeld erläuterte. Der Energieverbrauch werde durch die Umstellung bei gleichbleibendem Beleuchtungsniveau erheblich gesenkt, kündigte Prietzel an. „Über die gesamte Vertragslaufzeit werden rund 60 Prozent Energie eingespart. Das entspricht einer Kohlendioxid-Einsparung von etwa 7900 Tonnen“, erklärte er. Dass sich die Stadt zudem für die Versorgung der Straßenbeleuchtung mit zertifiziertem Ökostrom entschieden habe, sei ein weiterer Beitrag zum Schutz der Umwelt. „Das wirft ein gutes Licht auf Bad Münder“, gratulierte der Beleuchtungsexperte den Vertretern aus Politik und Verwaltung.

Zum Einsatz kommen verschiedene Leuchtenköpfe. Die Stadt hatte in ihrer Ausschreibung eine möglichst geringe Zahl unterschiedlicher Hersteller gefordert, Avacon setzt im Schwerpunkt auf zwei Hersteller. Je nach Beleuchtungssituation – ob an der Bundesstraße 217 in der Ortsdurchfahrt Hachmühlen oder zur Beleuchtung eines Fußweges parallel zur Bahnhofstraße – werden unterschiedliche Leuchtenköpfe eingesetzt. In einigen Bereichen, etwa in Orten mit Dorferneuerungsmaßnahmen oder in der Altstadt, setzt das Unternehmen speziell auf die Anforderungen in Bad Münder zugeschnittene LED-Einsätze in die vorhandenen Leuchten ein.

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