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CDU Meinsen-Warber will Flagge zeigen / Sechs neue Gesichter am Start

Das Thema Ganztagsbetreuung brennt den Bürgern auf den Nägeln

Meinsen/Warber (bus). Der im September erstmals zur Wahl stehende gemeinsame Rat der Ortschaften Meinsen und Warber wird zahlreiche neue Gesichter aufweisen. Das lässt zumindest die Kandidatenliste der CDU für die politische Vertretung der zusammengewachsenen Gemeinden erwarten. Mit Ausnahme der amtierenden Ortsbürgermeister Rudi Beier (Warber) und Dieter Wilharm-Lohmann (Meinsen) gehen die Christdemokraten mit lokalpolitischen Newcomern ins Rennen um dieneun zu verteilenden Sitze.

Lothar Barth (vorne, von links), Rudi Beier, Dieter Wilharm-Lohm

Beier (Bahnbetriebsinspektor im Ruhestand, 69 Jahre alt), Wilharm-Lohmann (Landwirt, 42) sowie Marcus Bahr (Brandoberinspektor, 35), Lothar Barth (Prokurist bei "Porta Möbel", 52), Uwe Heidelmann (Kriminaltechnischer Angestellter, 51), Michael Pohl (Landwirt, 39), Karsten Tiedemann (Landwirt, 34) und Christoph Vauth (Diplomökonom, 30) haben sich darauf verständigt, den Wahlkampf mit dem bisherigen Warberaner Ortsbürgermeister an der Spitze zu bestreiten. Beierverzichtet zugunsten von Wilharm-Lohmann auf eine Kandidatur für den Stadtrat. Wilharm-Lohmann hatte im September 2001 165 Wählerstimmen (von insgesamt 1103, CDU: 423) auf sich vereinigt. Beier hatte seine Stimmenzahl (388 von 1171, CDU: 777) mehr als verdreifacht und den Christdemokraten in Warber zu einer satten vier zu eins Stimmen-Mehrheit verholfen. Stefan Vauth (97 Stimmen in Meinsen) sowie Heinrich Wilharm (118), Friedrich Winkelhake (77) und Beate Barth (76) in Warber tauchen auf der aktuellen CDU-Liste nicht mehr auf. Die personelle Umstrukturierung werde keinesfalls eineÄnderung der lokalpolitischen Grundausrichtung bewirken, bekräftigten die Kandidaten während eines Pressegesprächs unisono. "Wir werden unseren bislang erfolgreichen Weg konsequent weiter beschreiten", bekräftigten Beier und Wilharm-Lohmann. Den bislang separat agierenden Ortsräten waren in der im September zu Ende gehenden Legislaturperiode durch geschicktes und beständiges Taktieren einige bemerkenswerte Resultate gelungen. Insbesondere im Brücken-, Radwege- und Straßenbau bewiesen die Interessenvertreter von Meinsen und Warber geschickte Händchen. Für die bevorstehende Amtsdauer stehen auf der Agenda der CDU in Meinsen/Warber der Ausbau der Meinser Straße und die Ganztagsbetreuung in Kindergarten und Grundschule obenan. Während sich die Kandidaten hinsichtlich des Straßenbaus des langsamen Mahlens der öffentlichen Mühlen keinen Illusionen hingeben, wollen sie das Thema Ganztagsbetreuung offensiv angehen. "Das Thema brennt den Bürgern auf den Nägeln", erkannte das Oktett. In einer Umfrage hätten sich mehr als 50 Prozent der Befragten für diese Art der Betreuung ausgesprochen. Hier gelt es, Flagge zu zeigen, hieß es in der Runde. Und: "Als Vorreiter besitzen wir auch die Chance zu zeigen, wie und dass Ganztagsbetreuung funktionieren kann."

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