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Jeep Grand Cherokee: Der US-Italiener geht aufgefrischt in den nächsten Lebenszyklus

Das prägende Urgestein

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Autor:

Henner-E. Kerl

Er ist das Urgestein und der Riese unter den Geländewagen moderner Prägung: Der Jeep Grand Cherokee nimmt auch elf Jahre nach seiner Premiere eine besondere Rolle ein. Jetzt rollt die nächste Generation auf den Markt, aufgepäppelt, komfortabler und mit mehr Sicherheitselementen und technischen Finessen ausgestattet.

Es gibt Autos, bei denen man sich fragt, wer sie eigentlich braucht. Sie passen irgendwie nicht zum Vernunftsverständnis, dafür aber sind sie genau das richtige, um Fahrspaß pur zu erleben und jeden Kilometer zu genießen, und sie sind ideal für alle, die das Besondere mögen. Der Grand Cherokee gehört gewiss in diese Kategorie. Umso mehr, da er jetzt deutlicher denn je mit dem Komfort von Oberklassen-Limousinen mithält und man bei ihm auch nicht mehr auf so Nützliches wie den Spurassistenten, die Einpark-Automatik, den Abstandstempomat oder den Totwinkelassistenten verzichten muss.

Der 4,82 Meter lange SUV hat in seiner jüngsten Version nichts an Ausstrahlung verloren. Ganz im Gegenteil: Seine wuchtige Front mit den markanten sieben senkrechten Schlitzen im Grill, mit dem von zusätzlichen Lufteinlässen geprägten Stoßfänger und den in die Haube eingelassenen Hutzen vermitteln auf den ersten Blick jene Power, die der US-Italiener (Jeep gehört zum Fiat-Konzern) auf die Straße bringt. Der in der Basisversion verbaute 3,6 Liter große Sechszylinder leistet beeindruckende 286 PS, und dieses Leistungspaket lässt sich beim großen Jeep bis hin auf einen Achtzylinder mit 6,4 Liter Hubraum und 468 PS in der Sportversion SRT steigern.

Seit der erste Grand Cherokee 1992 vom Band lief, steht er für exklusives Design. Der Innenraum passt sich diesem Image jetzt noch mehr an. Offenporiges Holz, hochwertiges Leder und auch sonst nur beste Materialien schaffen ein besonderes Ambiente, und der der Größe des Wagens angepasste Touchscreen (213 Millimeter-Diagonale) in der Mittelkonsole betont die Individualität der Ausstattung. Dazu freilich kommt das Platzangebot für alle Passagiere und der – je nach Einstellung der Sitze –von 782 bis 1 554 Liter große Gepäckraum. Zudem zeigt sich der SUV nicht nur als komfortable Reiselimousine, sondern auch als Lastenschlepper: Bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast darf er an den Haken nehmen.

So starke Motoren, ein Fahrzeug-Leergewicht von gut 2,4 Tonnen, da sollte man einen gewaltigen Spritverbrauch erwarten. Überraschenderweise aber hält sich der sogar in Maßen: Der Basis-Grand Cherokee (286 PS Benziner) schluckt im Schnitt 10,4 Liter, der Basis-Diesel (190 PS) gibt sich mit 7,5 Litern zufrieden. Dafür bekommt man ab gut 45 000 Euro ein Auto, das mit permanentem Allradantrieb daherkommt, auch im Gelände sein Revier hat, und das Technik vom Feinsten, wie jetzt in allen Modellen die neu entwickelte Achtgang-Automatik, bietet.

Markant und schon symbolisch für den Jeep Grand Cherokee: die Kühlermaske mit den sieben senkrechten Schlitzen im Grill. Durch die extrem schmalen Scheinwerfer vermittelt er Power für die Straße sowie abseits aller befestigten Wege. we.

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