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Neue Ausstellung von Peter Herber in der "Hofapotheke"

"Das Malen ist gut gegen den Leerlauf im Leben"

Bückeburg (sig). Bei der Frau, die als Eva Thönebe in Königslutter geboren wurde und in Künstlerkreisen sowie in der Familie als Peter Herber firmiert, gab es keine Umwege, die sie zur Malerei führten. Mit Stiften und Pinseln befasst sie sich seit ihrer Kindheit. Schon in der Schule blieben kein Heft, kein Zettel und auch kein Briefumschlag verschont. Und zu was sie heute im Ruhestand fähig ist, das zeigt sie derzeit in den Räumen der "Hofapo theke".

Sie inszeniert auf ihren Bildern einen Farbenrausch: die Malerin

Während ihres Aufenthaltes in Kanada hatten es ihr die wilden Landschaften angetan, die sie mit Ölfarben auf die Leinwand bannte. Als sie später mit ihrem Mann und Sohn nach Schweden übersiedelte, nahm sie an der Volkshochschule Kunstunterricht. Es begannen erste Versuche in der Aquarellmalerei.Nach der Rückkehr nach Deutschland nahm sie ein pädagogisches Studium auf und unterrichtete als Lehrkraft in den Fächern Kunst und Technisches Werken. Peter Herber belegte Kurse in Aquarell- und Radiertechnik und reiste in den Ferien zu Seminaren nach Italien und Frankreich. Ab 1990 hatte es ihr die Batikkunst besonders angetan. Sie komplettierte ihr Wissen und perfektionierte ihr Können in dieser Art der textilen Farbgestaltung nicht nur in deutschen Werkstätten, sondern sogar in Irland und Südafrika. Als sie ihre berufliche Laufbahn beendet hatte, intensivierte sie wieder die Malerei. Sie befasste sich sowohl mit Öl- als auch mit Acryl- und Aquarellfarben sowie mit der Druckgrafik. Am Ende setzte sich bei ihr die Aquarellmalerei durch. Mit wasserlöslichen Lasurfarben, die sie kräftig aufträgt, stellt sie ihre Bilder her und zeigte eine Auswahl davon bereits in vielen Ausstellungen im Schaumburger Land, aber auch in Ostwestfalen, in Schweden und Frankreich und jetzt wieder einmal in Bückeburg, und zwar in der "Hofapotheke". Surrealistische Motive bieten ihr die Chance, ihre Gefühls- und Ideenwelt auch auf der Leinwand auszuleben. Peter Herber hat sich nach dem Abschied vom Schuldienst keineswegs in den Ohrensessel begeben. Sie erklärt: "Das Malen ist gut gegen Leerlauf im Leben, und eine solche Produktivität fördert auch die Stimmung." Schon jetzt weiß die heimische Malerin, dass im Juni eine weitere Ausstellung in der Goldschmiedewerkstatt Aurum in der Schulstraße folgen wird. Dann will sie vor allem Motive zeigen, die während ihres Schweden-Aufenthaltes entstanden sind.

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