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Knapp 180 Jahre alte St.-Sturmius-Kirche wird weiter renoviert / Gottesdienste finden in St. Jakobi und St. Nikolai statt

"Das ist nicht mit einer Hausrenovierung vergleichbar"

Rinteln (la). "Einige Gemeindemitglieder zeigen sich verärgert", berichtete der zweite Vorsitzende der katholischen St. Sturmius Kirchengemeinde, Norbert Richter. In der Kirche, die zurzeit renoviert wird, würde gar nicht gearbeitet. "Das ist eindeutig falsch", stellte Richter klar. Mit dieser Behauptung würde man all denen Helfern vor den Kopf stoßen, die in den vergangenen Wochen ihre Zeit geopfert hätten, um sinnvoll und mit Umsicht, Schaden von dem Kircheninventar abzuwenden.

Kirchenbänke werden abtransportiert: Viel Arbeit für die ehrenam

In den vergangenen Wochen seien 34 kleine und ebenso viele große Bänke ausgelagert worden. Alle Lampen hätte man abnehmen und verpacken müssen. Richter: "Beide Sakristeien mussten ausgeräumt werden". Um dem "Schmutzdesaster" vom letzten Mal zu entgehen habe man Orgel, Seitenaltäre, Altar und Taufstein eingehaust. Auch die Bodenstationen der Heizung seien sorgsam geschützt worden. Die Gesamtkosten für Ausmalung und Steinarbeiten in der St. Sturmius-Kirche wurden vom Bischöflichen Generalvikariat Hannover, Abteilung Finanzen und Immobilien mit 124 000 Euro veranschlagt. "Der Kirchenvorstand ist froh, dass der Eigenanteil von zehn Prozent nicht erhöht worden ist", betonte Norbert Richter. Zur Zeit laufen die Steinarbeiten zur Beendigung des ersten Bauabschnittes. Auch muss nochüberflüssige alte Elektroinstallation entfernt werden. Der zweite Bauabschnitt beinhaltet die Veränderung des Bodenbelages im Chorraum, die Verlegung des Tabernakels und die neue Position des Altars und der "Schmerzhaften Mutter". Begleitend werden notwendige Elektroinstallationen sowie die Vervollständigung der Heizung vorgenommen. Eventuell werden auch die Arbeiten für einen barrierefreien Zugang begonnen. Danach wird die Ausmalung der Kircheüberarbeitet sowie notwendige Restaurierungen vorgenommen. Auch die Sakristeien werden wie die Kirche nach über 18 Jahren aufgefrischt. "Das ist nicht mit einer Haus- oder Wohnzimmerrenovierung vergleichbar. Schließlich müssen wir auch Denkmalschutz, Arbeitsschutz und Sicherheit auch für die zukünftigen Nutzer berücksichtigen", berichtete Richter, der allen Helfern und Firmen für ihre Unterstützung dankt. Auf einen Termin, an dem die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sein sollen, wollte sich Richter nicht festlegen. "Jedenfalls deutlich nach Erntedank", meinte der zweite Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Die St. Sturmius Kirche wurde 1880 gebaut. Die 2 800 katholischen Gemeindemitglieder weichen zurzeit mit ihren Gottesdiensten in die Jakobi und St. Nikolai-Kirchen aus.

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