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Betreiber freuen sich beim Tag der offenen Tür über Hunderte von Besuchern / 1000 Quadratmeter Kunst und Service

Das heizt auch ein: Aerobic im Lauenauer "Kesselhaus"

Lauenau (nah). "Bei uns war richtig was los." Thomas Ritter freute sich noch einige Tage später über das große Besucherinteresse bei dem "Tag der offenen Tür", den er zusammen mit übrigen Mietern im "Kesselhaus" geplant hatte. Nicht nur ehemalige "Casalaner" wollten erfahren, was aus der früheren Heizanlage des Möbelunternehmens geworden ist. Es gab eine Menge Interessierter, die sich das vielfältige Angebot einmal aus der Nähe betrachten wollten.

Wo früher Wärme produziert wurde, sind heute auf knapp 1000 Quadratmetern Kunst und Dienstleistung angesiedelt. Die beiden Eigentümer Ritter und Eva-Susann Karsthof, die einen Teil des maroden Gebäudekomplexes zunächst für ihre eigenen Ateliers hergerichtet hatten, ließen die weiteren Flächen rund um den ehemaligen Fabrikschornstein ebenfalls sanieren. Inzwischen sind die Arbeiten fast abgeschlossen. Nur für den im Sommer zu eröffnenden Gastronomiebetrieb ist noch einiges zu erledigen. Anderswo entdeckten junge und erwachsene Besucher viel Sehenswertes. Ritter und Karsthof zeigten ihre Arbeiten, die Fotografen Klaus-Dieter Brune und Thomas Hennecke präsentierten kleine Ausstellungen ebenso wie Friseurmeisterin Isa Heckener, die die Feggendorfer Hobbykünstlerin Birute Rickenberg eingeladen hatte und außerdem ausgefallenen Schmuck zeigte. Kinder durften in der Yoga-Schule "Bali Om" von Daniela Meise toben oder im Grafik-Büro von Marion Jaschke-Kowalski basteln. Computerexperte Ulrich Roß gab PC-Kaufempfehlungen. Mit einer Aerobic-Stunde zur Probe machte Trainerin Kerstin Hecking im nagelneuen Saal auf sich aufmerksam und heizte den Gäste auf besondere Weise ein. Sie ist die neueste Kesselhaus-Nutzerin. Damit die vielen Besucher nicht den Überblick verloren, erhielten sie eine kleine Broschüre. Zudem sollen in naher Zukunft die verschiedenen Zugänge um die etwas verschachtelte Anlage noch besser gekennzeichnet werden. Vielstimmiges Lob gab es jedoch auch schon vor den weiteren Maßnahmen: "Das hätte ich hier nicht erwartet", staunte eine alteingesessene Lauenauerin. Künftig will sie nicht mehr achtlos am Kesselhaus vorbeigehen, das nurnoch äußerlich seinen Fabrikcharakter bewahrt hat.

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