weather-image
19°
Förderverein verliert (beinahe) traditionell seine Eiswette / Neptun lässt schwören

Dank Klimawandel: Vision wird Wirklichkeit

Obernkirchen (rnk). Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Von einem Traum, der wahr geworden sei, sprach Fördervereinsvorsitzender Wolfgang Hein, von einer Vision, die schon in der Gegenwart Wirklichkeit geworden sei: das ganzjährige Allwetterbad - dem Klimawandel sei Dank.

Sechs Grad warm ist auch ganz schön kalt: Heinz-Gerhard Schöttel

Na, ganz so weit ist das Freibad noch nicht, schließlich müssen ja irgendwann auch die notwendigen Reparaturen ausgeführt werden, aber zum Gewinnen der Eiswette reichte es bei frühlingshaften Wintertemperaturen natürlich bei weitem nicht aus. Als Hein den Ofen anwarf, das Bügeleisen erhitzte und damit das Eis schmelzen wollte, war dies nicht mehr als eine rein rituelle Handlung, die der Tradition geschuldet ist: Weit und breit kein Eis im Becken, gar nicht zu sprechen von einer geschlossenen Decke, auf der ein Mensch trockenen Fußes von einem Ufer zum anderen kommen könnte - der Förderverein hat seine Wette verloren. "Klimawandel" hieß auch das Wort, das Politiker und Fördervereinsmitglieder zusammensetzen mussten, nachdem sie sich gegenseitig über das Becken Eisbeutel zugeworfen hatten, in denen wiederum Buchstaben steckten, aus denen sich dann das Lösungswort ergab. Hein attestierte der siegreichen Gruppe der Politiker, sie seien eben "geistig reger". Dass eine fehlende Eisdecke nicht unbedingt warmes Wasser bedeutet, musste Hein anschließend am eigenen Körper erfahren. Mit Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier und Friedrich Meier vom Kreissportbund nahm Hein anschließend ein Bad, um von einer längst gespannten Leine Buchstaben abzunehmen. Es war nicht mehr als ein listiges Täuschungsmanöver im von der Heye-Abwärme nicht aufgeheizten und daher mit sechs Grad unfassbar kalten Wasser, denn aus den dunklen Fluten erhob sich hinter ihnen plötzlich Neptun, der dort gut verborgen bestimmt 30 Minuten gewartet hatte. Der Gott des Wassers ließ das vor Kälte auf Fußspitzen hüpfende Trio schwören, seine Flüsse und Gewässer nicht zu verunreinigen. Dann durften die drei endlich wieder an Land. Ausgezeichnet wurde vor rund 150 bis 200 Zuschauern, unter denen es nur ein Thema gab (Handball-WM), anschließend Joachim Bockisch für alle Helfer im Freibad. Bockisch gab das Lob gerne weiter: an die Firma Schweer in Niedernwöhren, die den Helfern gerne mit kleinen und großen Geräten aushilft. Kurz vor 16.30 Uhr war das Freibad dann auf einen Schlag leergefegt: Anwurf im WM-Finale.

Stellvertretend für die Helfer, die es nicht nur versprechen, so
  • Stellvertretend für die Helfer, die es nicht nur versprechen, sondern auch kommen, wird Joachim Bockisch von Rosemarie Fichtner geehrt.
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare