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Die Bergstadt bereitet Haltestellen-Konzept vor / Postamt wird "Rendezvous- und Infopunkt"

Damit Fahrgäste nicht länger im Regen stehen

Obernkirchen (sig). Kein Zweifel - auch Bushaltestellen sind Aushängeschilder einer Stadt oder einer Gemeinde. Es ist wenig erfreulich, wenn man sie nicht in Ordnung hält. Ebenso wenig macht es Sinn, wenn jede anders aussieht - so ganz nach dem jeweiligen Zeitgeschmack. Damit soll zumindest in Obernkirchen Schluss sein. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) sprach sich jetzt für ein einheitliches Konzept aus. Für solche Investitionen im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs gibt es Fördermittel in einer Größenordnung bis zu 90 Prozent des Aufwandes. Diese Chance will die Bergstadt nutzen, und zwar bereits in diesem Jahr. Fachbereichsleiter Ulrich Kuhlmann informierte die Ausschussmitglieder nunüber die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten. Gefördert werden nicht nur der Neubau und die Umgestaltung von Haltestellen, sondern auch Maßnahmen zur besseren Information der Fahrgäste.

Eine ganz besondere Bedeutung hat die Haltestelle am Postamt. Zu

Die entscheidende Voraussetzung für die Gewährung solcher Zuschüsse ist das Vorhandensein eines schlüssigen Gesamtkonzeptes. In die dafür notwendigen Entscheidungen werden auch die Verkehrsunternehmen sowie die Bewilligungsbehörden einbezogen. Dabei geht es ja nicht allein um die gewünschte Ausstattung, sondern unter anderem auch um Pacht- oder Mietverhältnisse für die benötigten Flächen. Die Bergstadt hatte eine erste Erhebung im Rahmen des Nahverkehrsplanes des Landkreises im Jahre 2002 vorgenommen und seitdem jährlich fortgeschrieben. Festgehalten wurden unter anderem die für die Haltestellen erforderlichen Flächen, der Witterungsschutz, die Beleuchtung, die Form- und Farbgebung der Sitzgelegenheiten, die Borde und Rampen sowie alle Informationssysteme bis hin zum Haltestellenschild. Die aktuelle Auflistung hält die Ausstattung und die Defizite aller Haltepunkte im Raum Obernkirchen fest. Das Resümee zeigt, dass es allein in 16 Fällen keinen Wetterschutz gibt. Dazu fehlen barrierefreie Einstiegsmöglichkeiten für moderne Niederflurbusse, in etlichen Fällen auch die Beleuchtung Vorrichtungen zum Abstellen von Fahrrädern. Kuhlmann wies darauf hin, dass der Haltestelle beim Postamt eine besondere Bedeutung zukomme, weil hier auch Fahrgäste umsteigen. Sie soll deshalb zu einem "Rendezvous- und Informationspunkt" ausgestaltet werden. Beidseitig der Liekweger Straße sollen Haltestellen entstehen, und zwar in Anbindung an den Neubau der Betriebskrankenkasse (BKK 24). Für 2006 wird die Stadt in Abstimmung mit den Ortsteilen eine Prioritätenliste erstellen und auch Standorte festhalten, an denen noch in der Fläche Haltestellen fehlen. Bei allen Planungen muss die Tatsache eine Rolle spielen, dass die Menschen immer älter werden und dennoch mobil bleiben möchten. Deshalb ist es sinnvoll, den Senioren und Behinderten den Einstieg in die Busse zu erleichtern. Der zuständige Fachbereich hat die Gesamtkosten auf rund 70 000 Euro geschätzt und entsprechende Anträge an den Landkreis gestellt, dem insgesamt 500 000 Euro für solche Vorhaben zweckgebunden zur Verfügung stehen.

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