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Beim Adventskonzert in Sülbeck haben alle Akteure Lampenfieber

"Da ist man immer aufgeregt"

Sülbeck (bes). Die letzten Lichtstrahlen fallen durch das bunte Bleiglas der Kirche "Zum heiligen Kreuz". Vorn in einer Kirchenbank sitzt die siebenjährige Michelle neben ihrer Freundin und schaut gebannt nach vorn. Dort, vor dem Altar, steht die Erwachsenengruppe des Gesangvereins "Einigkeit" Sülbeck und singt das "Canticorum Jubilo" von Georg Friedrich Händel.

Beim Adventskonzert des Gesangvereins "Einigkeit" Sülbeck in der

Michelle weiß, gleich ist sie zusammen mit ihrer Freundin und den anderen zwölf Sängern vom Kinderchor des Gesangvereins dran. "Ich bin aufgeregt. Ich singe zum ersten Mal in einer Kirche", sagt sie leise. Und dann es ist auch noch das Adventskonzert. Eine Reihe hinter ihr sitzt ihre Mutter. "Ich bin auch aufgeregt", sagt sie schmunzelnd und lächelt ihrer Tochter zu. Zusammen mit der Kinderchorleiterin Karin Noll haben sich die fünf Jungen und neun Mädchen in den vergangenen Wochen auf das Adventskonzert vorbereitet. Denn die Kinder haben sich für dieses Abend fünf Lieder vorgenommen. Doch die viele Arbeit hat sich gelohnt, da das Publikum die jungen Sänger schon nach dem ersten Lied mit viel Applaus belohnt. Bei Michelle und ihrer Mutter legt sich daraufhin das Lampenfieber schnell wieder. Dafür wird bei der fünfjährigen Stefanie in der Reihe neben Michelles Mutter die Aufregung immer größer. Gleich hat sie ihren Auftritt am Keyboard. Stefanie wird "Ihr Kinderlein kommet" und "Wann kommt der Weihnachtsmann" spielen. Kaum erklingen ihre ersten Töne, lässt auch ihre Aufregung nach:Am Ende ist sie stolz, weil sie ebenfalls viel Applaus vom Publikum bekommt. Trotz der guten Stimmung in der Kirche Stücke legt sich das Lampenfieber bei Erika Knickmeier nicht. Sie beruhigt auch nicht, dass viele der Zuhörer bei mitsummen oder leise mitsingen. Sie ist die Vorsitzende des Gesangvereins und "da ist man immer aufgeregt, dass alles klappt", erklärt Knickmeier und lacht. Für sie ist dieses Adventskonzert sehr wichtig, weil sie hofft, mehr Kinder für den Verein und das Singen begeistern zu können. Und schließlich gehört ein bisschen Lampenfieber immer dazu, auch für eine Vereinsvorsitzende.

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