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Daniela Weibler aus Hachmühlen kämpft in Sat. 1-Sendung um den Titel als „Bester Hobbybäcker 2015“

Cupcakes und Torten sind ihr Steckenpferd

Hachmühlen. Mit Oma Engels Eierlikörtraum, ihrem Lieblingsrezept, versucht Daniela Weibler bei der Jury zu punkten. Die 30-Jährige aus Hachmühlen kämpft derzeit in der Sat. 1-Sendung „Das große Backen“ um den Titel als „Bester Hobbybäcker 2015“. „Das ist eine super Herausforderung für mich und der Sieg würde mir sehr viel bedeuten“, sagt die Erzieherin, die in der DRK-Kita Hamelspringe arbeitet. Dem Gewinner winken 10 000 Euro und ein eigenes Backbuch. „Ein Buch mit meinem Gesicht drauf und meinen Rezepten, herrlich“, träumt die Kandidatin schon einmal vom Sieg. Auch ihre Familie und Freunde dürften sich dann freuen: „Ich würde erstmal eine große Party feiern.“

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Autor:

MIra Colic

Zum Backen sei sie durch ihre Mutter und Oma gekommen: „Wir haben immer zusammen gebacken, zu Weihnachten zum Beispiel immer Plätzchen.“ Und so ist es nicht erstaunlich, dass ihr Lieblingsrezept – die erste Aufgabe zum Start der Sendung am vergangenen Sonntag – denn auch ein Rezept ihrer Oma war. Weibler erinnert sich, dass es diesen Kuchen „zu jedem Geburtstag“ gab. Nachdem ihre Großmutter Anfang des Jahres verstorben ist, halten die 30-Jährige und ihre Schwester Christina das Rezeptbuch in Ehren: „Das soll jetzt unser Familienerbstück sein, das wir weiterführen und von Generation zu Generation weitergeben möchten.“

Einen großen Platz in ihrem Leben nimmt das Backen seit etwa sechs Jahren ein. Regelmäßig probiert sie Neues aus und verteilt ihre unwiderstehlichen Leckereien an Familie und Freunde – und natürlich wird auch in der Kita viel gebacken, „jetzt erst gab es Apfelkuchen und -muffins“. Zusammen mit ihrer Schwester backt sie auch für Feste und Veranstaltungen: Vor Kurzem hat das Geschwister-Duo 400 Cupcakes für eine Hochzeit gebacken. „Cupcakes und Torten sind einfach mein Steckenpferd“, sagt die 30-Jährige lachend. Sie probiert gerne neue Cremes und Füllungen aus. „Meine Freunde und ich mögen eher Bodenständiges als irgendwas mit einer Lavendelcreme.“ Auch ihr Freund esse am liebsten einen klassischen Käsekuchen, „und ich liebe es, wenn ich mit dem ersten Biss in meine Kindheit zurückversetzt werde, so wie damals bei Opa Werners Streuselkuchen“.

Mit ihrer Schwester besucht Weibler auch gerne Tortenmesse so wie die „Cake & Bake“, die im Mai in Dortmund stattfand. Hier hat sie sich auch für die Sendung beworben, „obwohl meine Schwester der Meinung war, dass ich zu hektisch bin für so einen Wettkampf“. Davon abhalten lassen hat sie sich jedoch nicht – zum Glück. Denn eine gute Woche später, „ich war grad beim Einkaufen“, kam der Anruf: „Ich wurde zum Casting nach Köln eingeladen.“ Bei 34 Grad und mit einer kaputten Klimaanlage, die Cupcakes mit Kühlpads im Kofferraum verstaut, fuhr sie los. „Die Juroren haben bei der Verköstigung keine Miene verzogen, umso überraschter war ich, als auf einmal der Anruf kam, dass ich bei der Sendung dabei bin. Und das alles in einer Zeit, als mein Freund und ich im Umzugsstress waren.“

Dann ging es Schlag auf Schlag: Dem Arbeitgeber Bescheid geben, einen Drehtag mit dem Kamerateam zu Hause überstehen, Rezepte zusammensuchen – in jeder Folge dürfen die Kandidaten nämlich eine eigene Leckerei kreieren.

Zu der dritten Staffel der Backsendung hatten sich mehr als 500 Hobbybäcker beworben. 18 Prüfungen müssen die zehn Teilnehmer hinter sich bringen, bis am Ende, nach acht Folgen, der Sieger gefunden ist. Moderatorin Enie van de Meiklokjes gibt vor jeder Runde das Kommando: „Auf die Plätzchen, fertig, backt!“. Die Meinung der beiden Juroren Christian Hümbs, amtierender Pâtissier des Jahres, und der preisgekrönten Torten-Dekorateurin Betty Schliephake-Burchardt zu ihrem Eierlikörkuchen mit Orangen-Physalis-Kompott, dem „kleinen Kick“, fällt durchwachsen aus. Leider schmecke man den Eierlikör zu wenig durch. Bei der zweiten Aufgabe, der technischen Prüfung, sollen Weibler und ihre Konkurrenten ein Eclair herstellen, mit „einer tollen Kruste, einer leckeren Creme und einer perfekt temperierten Kuvertüre“, wie Schliephake-Burchardt erklärte. Ihr positives Urteil: Das würde ich weiteressen.“ Und ihr Jury-Kollege stimmt zu: „So kann es weitergehen.“ Und tatsächlich landet sie mit ihrem Eclair auf Platz 1 – „dabei habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Brandteig gemacht“.

Der Höhepunkt des ersten Tages ist die dritte Aufgabe: eine Motivtorte, die die Visitenkarte des jeweiligen Bäckers ist. Weibler macht eine Red-Velvet-Torte mit Katzen-Modellierungen: „Kitten meets Cupcake“. „Mein Freund und ich haben selbst vier Katzen zu Hause“, erklärt die Erzieherin, die ihre erste Motivtorte vor zwei Jahren gebacken hat – zum 30. Geburtstag ihrer Schwester. Fünf Stunden haben alle dafür Zeit. „Sehr appetitlich“, befindet die Torten-Dekorateurin über Weiblers Riesen-Cupcake, „sehr saftig, ein wenig zu viel Buttercreme“, meint Pâtissier Hümbs.

Die Zuschauer dürfen gespannt sein, wie weit es die Hachmühlerin in der Sendung schafft. Neben dem Sieg hat die 30-Jährige noch einen anderen Traum: „Ich würde mich gerne mit meiner Schwester selbstständig machen und ein Café eröffnen.“ Bis dahin besuchen die beiden Back-Fans weiterhin Back-Messen und Kurse – und vertiefen sich in das Backbuch ihrer Oma.

Wer sehen möchte, wie sich Daniela Weibler schlägt, kann morgen Abend um 17.55 Uhr wieder einschalten. Alle, die die erste Folge verpasst haben, können sich diese noch online anschauen – und dort auch die Rezepte entdecken. So viel sei bereits an dieser Stelle verraten: Bei der technischen Prüfung dreht sich alles um Krapfen – und bei Daniela Weibler fliegen die Backbleche.

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