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Crazy Games

Crazy Games
Rezension von Gesa von Blanckenburg

Der Thriller „Crazy Games – Der perfekte Tag, der in der Hölle endet“ von Mirjam Mous erschien 2015 im Arena Verlag.
Die Hauptfigur ist Elvis. Elvis’ Eltern sind getrennt und stehen in keinem guten Verhältnis zueinander. Zum Beispiel redet die Mutter schlecht über den Vater und der Vater schlecht über die Mutter. Elvis mag seine Eltern beide gern und lebt bei seiner Mutter, besucht aber auch seinen Vater. Elvis ist in ein Mädchen aus seiner Klasse verliebt, Talisha. Auf dem Weg zu seinem Date mit ihr, ist er bester Laune. Leider verpasst er die Verabredung, weil er einen Brief bekommt, wo draufsteht, dass sein Vater entführt wurde. Er ist auch seit längerer Zeit nicht mehr bei seiner Arbeit aufgetaucht. (Seine Arbeit: Er singt in einem Elvis Presley Kostüm seine Lieder in einem Casino, daher auch der Name für seinen Sohn, welcher die Namenswahl seiner Eltern bedauert.)
Als er Talisha von der angeblichen Entführung seines Vaters erzählt, bekommt er Drohungen, dass er ihr nichts darüber sagen darf, sonst ginge es seinem Vater schlecht. Und wirklich, die Entführer schicken Elvis ein Bild, auf dem sein Vater mit einer Waffe am Kopf zu sehen ist. Dieses Bild schüchtert Elvis natürlich ein und er hat Angst um seinen Vater.
Die Entführer seines Vaters schicken Elvis Aufträge. Mal soll er eine Küche mit Hundekot vollschmieren, dann eine Perücke von einem Popstar klauen oder in einem Restaurant Abführmittel in das Essen mischen und eine tote Ratte hinterlassen. Die Materialien und Anweisungen für seine Aufträge findet er meist in einem braunen Umschlag, der wie von Zauberhand in Elvis‘ Umgebung auftaucht. Als er einmal den Gedanken laut ausspricht zur Polizei zu gehen, antworten die Entführer sofort per Mail: Ein Foto seines Vaters, wie er verprügelt und wieder mit einer Waffe bedroht wird. Das ist schon erschreckend, denn es scheint, als ob die Entführer Elvis abhören, verfolgen und kontrollieren würden.
Das Buch wird in der Gegenwart von der Hauptfigur Elvis erzählt. Die Autorin hat viele Wörter wie „sure“ oder „really“, manchmal auch ganze Sätze, auf Englisch geschrieben. Die Altersgruppe betrifft Jugendliche mit mittleren bis guten Englischkenntnissen. (Das Buch ist auf Deutsch geschrieben.)
Das Buch war nicht so ganz, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich dachte, es geht zum Beispiel um mehrere Jugendliche, die gegenseitig gezwungen werden, irgendetwas zu tun, denn sie haben die Väter oder jemand anderen als Druckmittel entführt. Das Buch hat aber meine Erwartungen trotzdem nicht enttäuscht. Es ist wirklich sehr spannend und das Ende ist für mich sehr überraschend gekommen!
Der erste Teil des Titels „Crazy Games“, passt gut zum Buch. Vielleicht hätte „Horrible Games“ auch gepasst, aber „verrückte Spiele“ trifft es schon ziemlich gut. Bei dem Rest des Titels, „der perfekte Tag, der in der Hölle endet“, bin ich eher geteilter Meinung. Einerseits zieht sich die Zeit, in der Elvis Aufträge erfüllen muss und Angst um seinen Vater hat, über einen längeren Zeitraum hin, als einen Tag, wie auch die verrückten Spiele. Andererseits stimmt es, dass ab dem ersten Tag im Buch Elvis‘ Leben ja praktisch zur Hölle wird.
Das Buch war sehr spannend. Es ist so geschrieben, dass man sich in die Lage von Elvis gut hineinversetzen kann. Die Geschichte war immer gut vorstellbar.
Am Ende hat mich aufgeregt… [Anm. d. Redaktion: Das verraten wir doch nicht …] Ich würde das Buch „Crazy Games“ weiterempfehlen, es ist spannend und gut geschrieben.
ISBN: 978-3401069791
12,99 Euro – oder in der Bücherei

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